Zucht
 Ibrahims erfolgreiches Erbe
Der Blutliniengründer Ibrahim ist einer der prägendsten Vererber der europäischen Springpferdezucht. Nicht weniger als ein Viertel der 2009 in der Schweizer Sportpferdezucht eingesetzten Warmbluthengste führen in den ersten vier Generationen ein- oder auch mehrmals Ibrahim und/oder seine Nachkommen. Auch der unter Ben Maher erfolgreiche Robin Hood W v. Animo, der zweite in der Springpferde-Statistik 2009 stammt aus dieser Linie.



Que d'Espoir v. Ibrahim Foto: E.Weiland


Der 1952 geborene Franzosen-Hengst Ibrahim, gezogen von René Haize, war auffallend schön und korrekt, von einer golden-hellbraunen Farbe und mit einem kleinen Kopf und einem ausdrucksvollem Auge versehen. Der renommierte Pferdehändler Alfred Lefevre erstand ihn auf einer lokalen Schau und verkaufte ihn 1955 für 8'000 Francs dem französischen Staatsgestüt St-Lô. Dieses gab Ibrahim auf Station nach Sartilly, wo er in den Jahren 1956 bis 1973 deckte. Die Nachfrage nach ihm war in den ersten Jahren gering, doch das änderte sich, als seine ersten Nachkommen mit Sporterfolgen brillierten.

Der Weg ins Nationalgestüt
Zu den wenigen Züchtern, die Ibrahims Zuchtwert schon zu Beginn erkannten, zählte Alphonse Chauvin. Er führte seine Girondine, eine 1950 v. Ultimate xx gezogene Stute, zu Ibrahim. Die Kombination Ibrahim-Ultimate xx – Chauvin hatte es voraus gesehen – erwies sich als absolut passend, wie zum Beispiel der 1966 geborene Hengst Almé Z bewies. Ein früheres Fohlen aus dieser Anpaarung, der Hengst Ivoire, erweckte die Aufmerksamkeit von Dr. Jakob Baumann, dem damaligen Direktor des Haras Fédéral in Avenches und Norbert Veya, dem Verantwortliche für die Hengste, die 1960 auf der Suche nach jungen Zuchthengsten bei Alphone Chauvin zu Besuch waren. Das Nationalgestüt erwarb Ivoire und zeigte auch Interesse an seinem Vollbruder Que d’Espoir, den Girondine damals bei Fuss hatte. Das viel versprechende Fohlen war zwar schon an den Händler Lefevre verkauft, fand über ihn als Dreijähriger trotzdem den Weg ins Schweizer Nationalgestüt.

Weiterlesen? Wie sich Ibrahims Söhne in der Schweiz etablierten und welches ihre erfolgreichsten CH-Nachkommen sind, lesen Sie in der Jan-/Feb-Ausgabe.

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