Seite 14 - Kavallo Flippingbook Projekt

Basic HTML-Version

41
Kavallo 1-2/2016
m Pferdestall muss rundum Zufrie-
denheit herrschen. Und die stellt
sich nur ein, wenn Pferde und Be-
sitzer sich gleichermassen wohlfüh-
len. Nach wie vor die beliebteste Hal-
tungsform ist die Einzelhaltung, weil
mehrheitlich die Verletzungsgefahr
in der Gruppe als zu gross eingestuft
wird. Die Entwicklungen der letzten
Jahre im Stallbau zeigen indessen,
dass es den Besitzerinnen und Besit-
zern ein grosses Anliegen ist, ihr Pferd
in einer möglichst soziokomfortablen
Unterkunft zu wissen. Boxen mit an-
grenzendem Auslauf oder gar Zugang
zur Weide sind deshalb gesucht.
Wie sich die Einzelhaltung verbes-
sern lässt, damit beschäftigt sich der
Ethologe Andreas Kurtz schon seit län-
gerer Zeit und hat zusammen mit
dem Nationalgestüt die sogenannte
Kurtz-Box geschaffen. Dass sie sich
nicht nur im geschützten Bereich des
Nationalgestüts bewährt, ist im thur-
gauischen Rosental auf dem Weierhof
zu sehen. Nebst dem Auslauf durch
den Streifenvorhang ins Freie ist jede
Trennwand mit einer vierrohrigen
Schiebetür «geöffnet» worden. Für
Vieles hat sich in der Einzelhaltung in den vergangenen Jahren verändert,
vieles lässt sich verbessern in der nach wie vor am weitesten verbreiteten
Haltungsform. Zum Beispiel mit dem Öffnen der Trennwand.
on
Thomas Frei
Für zu iedene Pferde
und Besitzer
HALTUNG
I
Sozialgitter anstelle einer
Wand erhöhen den Komfort für
Pferde in der Einzelbox.
>>