Seite 15 - Kavallo Flippingbook Projekt

Basic HTML-Version

Pferdehaltung
DOSSIER
37
Kavallo 6/2015
>>
Die Anzahl zulässiger Pferde auf
Landwirtschaftsbetrieben wird nur durch
vorhandene Weidef lächen und die überwiegend
betriebseigene Futtergrundlage beschränkt.
struktur wie Pferdeställe, Allwetteraus­
läufe, Reitplatz von bis zu 800 m
2
oder
Longierzirkel erstellen. Befestigte All­
wetterausläufe können deutlich grös­
ser dimensioniert werden als früher,
imMaximalfall bis zu 150 m
2
pro Pferd.
Die Anzahl zulässiger Pferde wird nur
durch vorhandene Weideflächen und
die überwiegend betriebseigene Fut­
tergrundlage beschränkt. Sogar die
vollständige Umstellung auf Pensions­
pferdehaltung ist möglich, solange die
Schwelle zum landwirtschaftlichen
Gewerbe nicht unterschritten wird.
Foto: ElisabethWeiland
Die Umsetzung dieser neuen Mög­
lichkeiten wird je nach Kanton sehr
unterschiedlich gehandhabt: Der
­Kanton Zürich verlangt nun gemäss
seiner neu publizierten Richtlinie in
der Regel mindestens 1 ha Landwirt­
schaftliche Nutzfläche (LN) für drei
Pferde. Ab einem Bestand von 24 Pfer­
den muss ein umfassendes Betriebs­
konzept eingereicht werden, augrund
dessen entschieden wird, ob der Be­
trieb der Planungspflicht untersteht
und in eine entsprechende Spezialzo­
ne gehört. Ein Reitplatz wird in Zü­
rich, strenger als im Bundesrecht, erst
ab acht Pferden bewilligt. An den Stall
angrenzende Ausläufe dürfen trotz
der im RPG vorgesehenen Grösse von
bis zu 150 m
2
pro Pferd nur zwischen
16 und 36 m
2
pro Pferd betragen. Ein­
zäunungen für Weiden und Ausläufe
dürfen nicht weiss sein.
Der Kanton Aargau beschreibt in
seinem aktuellen Merkblatt «Pferd
und Raumplanung», dass mindestens
zwei Drittel des Futterbedarfs der Pfer­
de durch die vorhandene Grünlandflä­
che gedeckt sein müssen, ohne dies