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Kavallo 6/2015
it der Einführung zweier
neuer Artikel im Raumpla­
nungsgesetz (RPG) und der
Anpassung der Raumplanungsverord­
nung (RPV) wurde der zunehmenden
Bedeutung des Pferdesektors Rech­
nung getragen. Für den Vollzug und
die Umsetzung haben die Kantone zu
sorgen, denen viel Spielraum bleibt,
wenn das Bundesrecht unbestimmte
Begriffe verwendet. Ein Jahr nach In­
krafttreten des RPG zeichnen sich ers­
te Tendenzen ab, dass die Vollzugspra­
xis strenger ausfällt, als die Pferde­
branche gehofft hatte. Dies wird ins­
besondere auf der Beratungsstelle
Pferd des Schweizer Nationalgestüts
von Agroscope bemerkt, da sich viele
der enttäuschten Pferdehalter mit
Bauprojekten dort melden.
Von Kanton zu Kanton
verschieden
Bäuerliche Pferdehalter, die den Status
eines landwirtschaftlichen Gewerbes
erreichen, können zonenkonform Pen­
sionspferde halten und gemäss Bun­
desrecht die dafür notwendige Infra­
Die auf Bundesebene beschlossenen Erleichterungen zur Pferdehaltung in
der Landwirtschaftszone sind seit fast einem Jahr in Kraft.Während künftig
auch kleine Landwirtschaftsbetriebe Pferde halten können, wird der Platz
für Hobbypferde immer kleiner. Die Kantone legen unterschiedliche Massstäbe
an, teilweise noch restriktiver als auf Bundesebene.
text
Iris Bachmann, Agroscope, Schweizer Nationalgestüt, Avenches
fotos
zvg
Von Erleichterung
wenig zu spüren
M
DOSSIER
Pferdehaltung
Pferde brauchen Platz wie hier
auf dem Rugen. Für pferdehaltende
Landwirte ist er noch vorhanden,
für Hobbyhalter hingegen wird
es immer enger (oben).
Eine für die Ausübung des Pferdesports
unabdingbare Infrastruktur ist auf
Landwirtschaftsbetrieben möglich, für
Hobbyhalter wird es aber wohl
Wunschdenken bleiben (rechts).