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Dressur im Gelände
LEKTION
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Kavallo 6/2015
Schwierigkeiten
im Gelände werden zu
Vorteilen umgemünzt.
mehr an Tempo zulegt, als seinem Rei-
ter lieb ist. Viele Ratschläge gehen
auch auf die Gegebenheiten der Land-
schaft ein, die für spezifische Übun-
gen ausgenutzt werden können, auch
wenn sie einen Reiter, der an ebenen
Hallenboden gewöhnt ist, zunächst
etwas Überwindung kosten mögen.
Schwierigkeiten im Gelände werden
damit zu Vorteilen umgemünzt, die
helfen können, selbst kniffligere Auf-
gaben wie Seitengänge oder Pirouet-
ten spielerisch zu bewältigen.
Wie Spazierwege
zum Ziel führen
Die ersten Kapitel sind indes den «Ba-
sics» gewidmet und gehen auf die Her-
ausforderungen ein, die sich stellen,
wenn ein junges oder sonstwie uner-
fahrenes Pferd im Gelände geritten
werden soll. Unabdingbare Vorausset-
zung ist hier zunächst einmal die Kon-
trolle – verstanden als ein feinfühli-
ges, mit minimalem Kraftaufwand
verbundenes Abrufen der erwünsch-
ten Reaktion. Katharina Möller be-
schränkt sich dabei nicht auf abstrak-
te «reittechnische» Empfehlungen im
engen Sinn, sondern geht von nahelie-
genden Fragen aus, die sich dem Rei-
ter stellen: Welche Eigenschaften und
Fähigkeiten sollte ein Trainingspart-
ner mitbringen, der einen Gelände-
einsteiger auf dem Ausritt begleitet?
Welche Wege eignen sich, um dem
jungen Pferd die erwünschte Sicher-
heit zu vermitteln? Wie sollten allen-
falls die ersten Ausritte geplant wer-
den und wie ist das grundlegendste
Ausbildungsziel – eine ruhige takt­
mässige Bewegung in allen Grund-
gangarten – zu erreichen? Dabei misst
Katharina Möller dem Reiten auf der
Linie grösste Bedeutung zu: Optische
Elemente – der Mittelstreifen aus
Gras, der Waldsaum oder der Weg-
rand – bieten sich als Orientierungs-
Die Grundausbildung eines
Pferdes kann sehr gut im Gelände
stattfinden, wie sich das bei
diesem in schöner Losgelassenheit
gehenden Schimmel zeigt.