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Kavallo 5/2015
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nach zwei Abwürfen mit dem 19-jähri-
gen Flexible zurück und auch Bertram
Allens katzenhafte Stute Molly Malo-
ne patzte. Als Schlussreiter ging Guer-
dat mit einer Reserve von 9 Strafpunk-
ten in den zweiten Umgang – und
hätte es fast noch geschafft, diesen
Vorsprung zu vergeben. «An diesen
Ritt möchte ich am liebsten gar nicht
mehr denken!» Guerdat zeigte Nerven,
als Paille unerwartet beim Einsprung
der Zweierkombination einen Fehler
beging. «Als ich zum letzten Hinder-
nis kam, wusste ich, dass die Zeit
knapp wird und ich hörte Martin
Fuchs von aussen
go, go!
rufen, also
raste ich in vollem Tempo auf die Ziel-
linie zu, nur stand vorher noch ein
grosser Oxer im Weg.» Albführens
Paille sprang zu früh ab, riss mit den
Vorderbeinen die hinterste Stange
und konnte sich nur dank einer akro-
batischen Einlage auf den Beinen hal-
ten. Dafür blieb das Paar um 0,24 Se-
kunden innerhalb der erlaubten Zeit.
Ein zusätzlicher Strafpunkt hätte ein
Stechen mit der Französin Pénélope
Leprevost und Bertram Allan nötig ge-
macht. «Ich hatte es fast wieder ver-
masselt, umso glücklicher bin ich
jetzt!», strahlte Guerdat – und das Hof-
gut Albführen hat bereits eine grosse
Sieger-Party angekündigt.
Starkes Debüt von Fuchs,
Schwizer enttäuschte
Zum ersten Mal konnte sich der 22-jäh-
rige Martin Fuchs für einen Weltcup­
final qualifizieren und er schlug sich
sehr gut. Auf Peter Schildknechts
11-jährigem Holsteiner PSG Future be-
Endlich ganz oben auf dem Podest:
Unbändige Freude bei Steve Guerdat
nach seinemWeltcupsieg. Im
Hintergrund Albführens Paille mit
ihrer Pflegerin.
Abgesehen von der Schlussrunde
waren Steve Guerdat und Albführens
Paille in Las Vegas in bestechender
Manier unterwegs.
Weltcupfinals
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