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Kavallo 3/2015
MäzeninMadeleineWinter-Schulze inBasel geehrt
Der CSI Basel setzte auch bei seiner 6. Aus-
tragung eine schöne Tradition fort und ehr-
te mit der Vergabe des «Award of Honour»
eine verdiente Persönlichkeit aus dem Pfer-
desport. Die diesjährige Auszeichnung er-
hielt Madeleine Winter-Schulze. Die Berli-
nerin ist die «gute Seele» des deutschen
Reitsports. Dank ihrer Unterstützung mi-
schen der Springeiter Ludger Beerbaum, die
Dressurreiterin Isabell Werth und die Viel-
seitigkeitsreiterin Ingrid Klimke seit Jahren
an derWeltspitze mit. Zwischen diesen drei
Pferdesportler und der Mäzenin besteht ei-
ne Zusammenarbeit, die von Vertrauen und
Respekt getragen ist. Die Reiter können sich
darauf verlassen, dass nicht plötzlich eines
ihrer Pferde verkauft wird. «Ich gebe mei-
nen Reitern diese Sicherheit», sagt Made-
leine Winter-Schulze, die von ihrem Vater
ein grosses Vermögen geerbt hatte. Die
73-Jährige wird wegen ihrer Fach- und Pfer-
dekenntnisse hoch geschätzt. Sie selber rei-
tet seit ihrer Kindheit und war von den
60er- bis zu den 80er-Jahren eine der er-
folgreichsten deutschen Spring- und Dres-
surreiterinnen mit über 500 Siegen.
CSI-Basel-Gründer Dr. hc Thomas
Straumann (l.) mit Madeleine
Winter-Schulze und OK-Präsident
Willy Bürgin.
Euro-Kurs drückt auf
PMU-Beiträge
Der Entscheid der Nationalbank, den Kurs
des Euro nicht mehr bei Fr. 1.20 zu garan-
tieren, wird sich auf die PMU-Einnahmen
auswirken. Doch nicht nur damit wird der
Schweizer Rennsport auskommen müs-
sen. Für 2015 wird erwartet, dass sich der
Umsatz pro Rennen verringern wird, was
die Beiträge um 10 bis 15 Prozent reduzie-
ren dürfte. Wegen des neuen Wechselkur-
ses werden somit gut 30 Prozent weniger
ausbezahlt werden können, was nicht Ein-
fluss auf die Dotationen bleiben wird. Ein
Rückgang der Wetteinsätze auf Pferderen-
nen ist vor allem auch in Frankreich zu ver-
zeichnen, was den Partner im Wettge-
schäft in eine schwierige Situation bringt.
Ein Minus von 5,2 Prozent ist ebenfalls bei
den Pferdewetten auf den Schweizer
Rennplätzen zu verzeichnen; der Jahres-
umsatz liegt nun noch bei 1,397 Mio. Fran-
ken. Das Mammutprogramm des letzten
Jahres mit 470 Rennen an 66 Renntagen
zeigte aber, dass für ein solches Angebot
nicht genügend Pferde vorhanden sind.
Bye bye Jessica!
Sie hatte Tränen in den Augen und das
Sprechen fiel ihr schwer: Es war ein sehr
emotionaler Abschied von Jessica Kür-
ten am CSI Zürich. Die irische Amazone
verabschiedete sich an ihrem Lieblings-
turnier vom aktiven Sport und dem Pub-
likum. «Ich brenne nach wie vor für den
Springsport und ich bin verrückt nach
Pferden, aber ich habe auch gespürt,
dass die Zeit reif für etwas Neues ist»,
sagt die 45-Jährige. Ihre Erfahrung aus
drei Jahrzehnten im Turniersport wird
Jessica Kürten, die seit drei Jahren in
Mauren FL lebt, künftig an andere Reiter
weitergeben und sie auch im Manage-
ment ihrer Turnierpferde unterstützen.
Zwei Schweizer haben Jessica Kürten
bereits als Ausbildnerin verpflichtet: Die
Zürcherin Iris Gautschi und der im Jura
wohnhafte Edwin Smits. Kürtens Spit-
zenpferd Arezzo, das ihr vom holländi-
schen VDL Gestüt zur Verfügung ge-
stellt wurde, wird künftig von Jur Vier-
ling geritten.
Jessica Kürten verabschiedet
sich vom Zürcher Publikum.
Foto: zvg
Foto: Valeria Streun