Seite 3 - Kavallo Flippingbook Projekt

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EDITORIAL
Thomas Frei
Chefredaktor
Kavallo 3/2015
3
The Horse
Loving
Company
www.euro-star.de
Ein Pferdchen wär’
mein Paradies
Was vor Jahrzehnten schon
inbrünstig
gesungen wurde, ist bis heute nicht
verstummt. Ein Pferdchen ist für viele
von uns noch immer ein Paradies, wie
die nach wie vor steigenden Pferdezah-
len in der Schweiz bestätigen. Pferde
sind eben überall, wo Menschen waren,
sind und sein werden. Haben die einen
das Glück, mit ihnen aufwachsen zu
können, treten andere wiederum erst
nach Jahren an sie heran. Aus verschie-
densten Beweggründen heraus, wie
sich mittlerweile über differenzierte
Analysen herausgestellt hat. Mit ihrer
Körperkraft müssen Pferde heute nur
noch wenigen den Lebensunterhalt
sichern. Dagegen wenden Pferde-
freunde viel dafür auf, ihrem Pferd den
Lebensunterhalt zu sichern.
Wenn der Pferdewunsch
in der Bevöl-
kerung nach wie vor gross ist, müsste
der Nachfrage wegen die Pferdezucht
eigentlich auch florieren. Die Statisti-
ken allerdings zeigen ein anderes Bild:
Die Abnahme der Fohlengeburten ist
offensichtlich und die Verunsicherung
bei den Züchtern gross, ob diese schöne
Passion weiterhin gepflegt werden soll
oder nicht – bei steigendem Pferdebe-
stand müsste der Absatz schliesslich
ausgewiesen sein.
Welches Pferdchen bedeutet
denn aber
das Paradies?Wer einen Blick auf die
Statistiken der nationalen Equidenda-
tenbank wirft, erkennt auf den ersten
Blick, über welchen Rassenmix die hel-
vetische Alpenrepublik heute verfügt.
Bei allen Vorbehalten gegenüber den
bei Identitas aufgeführten Bezeich-
nungen – die Equidenvielfalt ist 2014
gegenüber demVorjahr nochmals um
rund fünf Prozent gestiegen und führt
von Achal-Tekkiner bis Zweibrücken 173
«Rassen» an. Mit dieser Entwicklung
werden sich alle Züchter auseinander-
setzen müssen. Ein Pferd ist eben nicht
einfach ein Pferd, jedes Pferdchen kann
aber sehr wohl das Paradies bedeuten.