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Pferdezucht
HAUPTTHEMA
15
Kavallo 3/2015
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Pferde ja, aber welche? Diese Pferde
aus Einsiedeln haben das gleiche
Ziel, die Kundenwünsche allerdings
lassen die Rassenvielfalt immer
bunter werden.
Equidenbestand 2014
Bestand Januar 2014
102027
Bestand Dezember 2014
103933
Geburten
4399
Import
2929
Erstregistrierungen
4167
Schlachtungen
2818
Verendungen/ Euthanasierung
2660
Export
1877
Bereinigung: Doppel-
registrierungen
700
Quelle: Identitas
Fohlenstatistik Tierverkehrsdatenbank 2013
Zuchtorganisation (ZO)
Fohlen 2013
Fohlen auf Agate ohne Angabe einer Anbindung an eine ZO
1970
Schweizerischer Freibergerverband
1596
Zuchtverband CH-Sportpferde
410
Haflinger – pur sang selection – selle suisse
110
Cheval Suisse
106
Schweizerischer Shetlandpony-Verband
94
Schweizerischer Verband für Ponys und Kleinpferde
88
Schweizerischer Haflingerverband
58
Islandpferdevereinigung Schweiz
55
Syndicat d’élevage Le Poney Romand
36
Schweizer Zuchtgenossenschaft für Arabische Pferde
35
Verein Special Color Schweiz
28
Schweizer Pferderennsportverband
25
Schweizerische Interessengemeinschaft der Eselfreunde
20
Diverse Organisationen laut Publikation BLW
20
Schweizer Friesenpferdeverband
16
Swiss Paint Horse Association
16
Swiss Quarterhorse Association
16
Pinto Zuchtverein Schweiz
13
Galopp Schweiz
12
Zuchtverband für Anglo-Araber und Araberkreuzungen
11
Schweizerischer Verband des Berberpferdes
7
Cavalo Lusitano Switzerland (CLS)
5
Shagya-Araberverband der Schweiz
4
Schweizerischer Verein der Züchter des Pferdes reiner spanischer Rasse
3
Appaloosa Horse Club
2
Paso Club International
1
Swiss Morgan Horse Association
1
IG Maultier
1
Total
4759
Statistik TVD, Meldung durch Eigentümer, Benennung der ZO freiwillig,
Mehrfachnennungen möglich
Fohlen entfernt. Denn die nationale
Pferderegistrierungsstelle Identitas
weist für das vergangene Jahr 4216
Fohlenregistrierungen auf, fast 800
Fohlen wurden allerdings noch im sel-
ben Jahr geschlachtet.
Doch auch wenn die Pferdezucht
vorwiegend von einer passionierten
Züchterschaft getragen wird, florieren
kann sie nur, wenn der Markt vorhan-
den ist. Neu ist das nicht. Das wusste
vor bald fünfzig Jahren schon Pater
Albert Huber, der für die seit 1064 be-
stehende Pferdezucht im Kloster Ein-
siedeln verantwortlich war. Er verfolg-
te die Entwicklungen im schweizeri-
schen Pferdewesen genau und hielt
anlässlich einer 1968 durchgeführten
Tagung in Solothurn zur Zukunft des
Pferdes in der Schweiz fest: «Das gibt
den Typ, den unsere Landwirtschafts-
schüler, besonders auch die Mädchen
und die jungen Damen, wünschen, da-
mit sie durch das Reiten schlank blei-
ben.» Doch wenn Huber 45 Jahre spä-
ter einen Blick auf die bei Identitas
aufgeführten Rassen werfen würde,
müsste er zur Kenntnis nehmen, dass
es den «gewünschten Typ» in dieser
Form nicht mehr gibt. Selbst die 14 ver-
schiedenen beim Bund registrierten
Zuchtorganisationen decken nur noch
einen bescheidenen Teil des helveti-
schen Rassenspektrums ab. Nicht we-
niger aktiv sind Verbände, die jenseits
der Grenze domiziliert sind und von
dort aus ihre Aktivitäten auch den
Züchtern hierzulande anbieten. Das
mag zwar die Vielfalt fördern und den
Kundenkreis erweitern, eine erfolgrei-
che Positionierung allerdings erleich-
tert es nicht.