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Kavallo 3/2015
Trostpflaster für Onassis
Nachdem sich ihre Stute Camille Z bei
einem Sturz am CSI Genf so schwer ver-
letzte, dass sie eingeschläfert werden
musste, ist es ruhig geworden um Athi-
na Onassis. Bei der Auktion «Jumping
Talent Sale» in Amsterdam gab sie nun
ein Lebenszeichen von sich: Am Telefon
ersteigerte sie das mit 330000 Euro
teuerste Pferd, den fünfjährigen Flyer B,
dessen Vater Unaniem bereits ihr und
ihrem Mann Alvaro de Miranda gehört.
Auktions-Mitorganisator Wim Schröder
beschrieb Flyer B als «phänomenales
Pferd, das mit einer unglaublichen
Leichtigkeit springt». Insgesamt brach-
ten die 21 vierbeinigenTalente eine Sum-
me von 2,5 Mio. Euro – ein Pferd fand für
100000 Euro auch den Weg in einen
Schweizer Stall: Die fünfjährige Stute
FarrahW (v. Cantos).
Ersatz für Camille Z? Athina Onassis
ersteigerte den 5-jährigen Flyer B.
«Rookie» Alain Jufer
Am CSI Zürich führten die Gönnervereini-
gung Swiss Team Trophy STT und der Ver-
band Schweizer Concoursreiter VSCR ver-
schiedene Ehrungen durch. Als «Rider of
the Year» wurde Pius Schwizer ausgezeich-
net, der 2014 die meisten Nullfehlerritte an
Nationenpreisen erzielt hatte, nämlich de-
ren fünf.Mit je drei fehlerfreien Ritten folg-
ten Jane Richard Philips und Paul Ester-
mann auf Rang 2. «Rookie of the Year», also
bester «Neuling» des vergangenen Jahres,
war der Jurassier Alain Jufer, der mit guten
Resultaten, u.a. in Calgary oder in Genf, auf
sich aufmerksammachte. Besitzer des Jah-
res 2014 ist Urs E. Schwarzenbach, dessen
Pferd Nino des Buissonnets unter Steve
Guerdat eine Gewinnsumme von 387 373
Franken ersprang. Zur beliebtesten natio-
nalen Veranstaltung wurde wie schon in
den Vorjahren Uster ZH gewählt, diesmal
vor Galgenen SZ und Aarberg BE.
Der Jurassier Alain Jufer ist der «Rookie»
des Jahres 2014.
Rutschi behält sein Spitzenpferd
Trotz Angeboten in Millionenhöhe
bleibt die 9-jährige Franzosen-Stute Si
Gracieuse Ardente (v. Quidam de Revel)
bis nach den Olympischen Spielen 2016
bei Niklaus Rutschi. Gemäss Sportinfor-
mation hat sich die Zürcher Besitzerfa-
milie Di Gallo so entschieden. Der Luzer-
ner aus Alberswil, der seit einigen Mo-
naten die talentierte Juniorin Salomé di
Gallo trainiert, verfügt nun mit Windsor
und Si Gracieuse Ardente über zwei Spit-
zenpferde.
Pferdezüchter verurteilt
Das Bezirksgericht Affoltern ZH hat den
bekannten Pferdezüchter und Ge-
schäftsführer des Zürcher Bauernver-
bandes, Ferdi Hodel, der fahrlässigen
Tierquälerei schuldig gesprochen. Er
wurde zu einer bedingten Geldstrafe
von 40 Tagessätzen zu 250 Franken ver-
urteilt. Schuldsprüche gab es auch für
Hodels Frau Sandra und eine Helferin.
Für alle drei Beteiligten wurde eine Pro-
bezeit auf zwei Jahre festgesetzt. Das
Urteil ist noch nicht rechtskräftig. An-
geklagt wurden die drei aufgrund eines
Zwischenfalls bei einem «Verladetrai-
ning» im März 2012 auf Hodels Zucht-
betrieb. Der 49-Jährige wollte mit den
beiden Frauen ein kurz zuvor verkauftes
Springpferd dazu bringen, in den Pfer-
deanhänger einzusteigen. Das Training
dauerte vier Stunden lang, und das Tier
zog sich dabei eine schwere Rückenver-
letzung zu. Zwei Monate später wurde
es eingeschläfert. Ferdi Hodel akzep-
tiert das Urteil nicht und zieht den Fall
weiter ans Obergericht des Kantons Zü-
rich.
Foto: Katja Stuppia
Foto: zvg