Seite 11 - Kavallo Flippingbook Projekt

Basic HTML-Version

AKTUELL
11
Kavallo 1-2/2015
AusMangel anBeweisen…
Was lange währt, wird nicht immer gut
bei der FEI. Anfang Dezember gab der
Weltreiterverband ein Statement ab zu
einer Untersuchung, die seit der Dis-
tanz-WM 2012 im britischen Euston Park
läuft. Der Kronprinz von Dubai, Scheich
Hamdan bin Mohammed al Maktoum,
wird beschuldigt, die Pferde gewechselt
beziehungsweise ein Pferd mit falscher
Identität geritten zu haben. Nun gab die
FEI bekannt, dass sie in dieser langen
Zeit nur herausgefunden hat, dass sie
ein Problem mit der eindeutigen Identi-
fizierung von Pferdenhat.Gegen Scheich
Hamdan hingegen könnten keine recht-
lichen Schritte unternommen werden:
zum einen aus Mangel an Beweisen,
zum anderen seien während der Proze-
dur «essenzielle Fristen» verpasst wor-
den. «Es ist sehr enttäuschend, dass es
so lange gedauert hat, zu diesemSchluss
zu kommen», sagte der FEI-Generalse-
kretär und mittlerweile gewählte FEI-
Präsident Ingmar de Vos. Aber wenigs-
tens habe die gründliche Untersuchung
Schwachpunkte in den FEI-internen Ab-
läufen bei der Pferdeidentifizierung auf-
gedeckt. Nun will die FEI alles unterneh-
men, um solche Fälle in Zukunft zu ver-
meiden.
EinKolumbier in Spanien
Zum ersten Mal wurde in der spani-
schen Hauptstadt Madrid eine Welt-
cupqualifikation ausgetragen. Ihr Sie-
ger heisst Carlos Lopez und stammt
aus Kolumbien. Der 49-Jährige gewann
im Sattel des Franzosenwallachs Prince
de la Mare vor der in Holland lebenden
Australierin Edwina Tops-Alexander
mit Lintea Tequila und Alexandre Fon-
tanelle aus Frankreich mit Prime Time
des Vagues. Im Stechen dabei war auch
ein Schweizer: Paul Estermann belegte
mit Castlefield Eclipse nach einem Ab-
wurf Rang 8. Jane Richard Philips und
Pablo de Virton wurden mit der
schnellsten Vierfehlerrunde im Initial-
parcours 13.
Ein Fuchs
inHöchstform
Erfolg ist er ja schon gewohnt, aber das
Wochenende bei den Gucci Masters in Pa-
ris wird selbst ein Martin Fuchs nicht so
schnell vergessen. Mit dem zehnjährigen
Cash-and-Carry-Sohn PSG Future sicherte
sich der Bietenholzer den Sieg in dem mit
300000 Euro dotierten Fünf-Sterne-
Grand-Prix. Vom Zweitplatzierten Ludger
Beerbaum mit Zinedine trennte ihn nur
gerade eine Zehntelsekunde! Zuvor hatte
der 22-Jährige im Sattel von Picsou du Che-
ne den Prix Salon du Cheval gewonnen
und war mit seinem achtjährigen SM-
Goldpferd Clooney Vierter im «Kampf der
Geschlechter» geworden. Diese guten
Leistungen machten Martin Fuchs zum er-
folgreichsten Reiter des Turniers.
Hoch den Kübel: In Paris gewann
Martin Fuchs den Grand Prix und war
bester Reiter des Turniers.
Carlos Lopez gewann die erste
Weltcupqualifikation in Madrid.
Foto: Gucci Masters
Foto: Herve Bonnaud/FEI
06_11_Aktuell_0102_2015.indd 11
18.12.14 16:14