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Kavallo 12/2015
ZU BESUCH
Für Edith undWolfgang
Müller haben Esel ein besseres
Leben verdient. Sie setzen sich
auf ihrem Hof seit 30 Jahren
für sie ein. In Kursen wird
Eselwissen gelehrt und an
fantasievollen Aktionen wie
dem Chlousetag viel erlebt.
Esel haben besseres
Leben verdient
D
ber ein toller Chlousetag erleben lässt
und sie sich in jeder Situation auf das
Langohr verlassen können. Die Hofbe-
sitzer führen diesen seit Jahren bereits
zur Tradition gewordenen Anlass be-
wusst an einem Sonntag durch, damit
Mutter und Vater die Kinder begleiten
können und der Besuch stressfrei an
einem freien Tag stattfinden kann.
Grosse und kleine Eselfreunde
Natürlich finden Kurse über das ganze
Jahr verteilt im Kompetenzzentrum
für das Kurswesen der Schweizeri-
schen Interessengemeinschaft für
Eselfreunde (SIGEF) statt. Esel auszu-
bilden, wird oft als unnötig angese-
hen. Dabei können sie das Gleiche
leisten wie Pferde, einfach anders und
langsamer. Deshalb hat sich Edith
Müller schon vor Jahren mit der Aus-
bildung von Eseln befasst. Sie hat das
Reit- und Fahrbrevet und zahlreiche
Kurse, ihr Mann das Fahrbrevet ge-
macht. Aber alles war auf Pferde aus-
gerichtet, für Esel wollte niemand et-
was anbieten. So entstand unter ande-
rem das von Edith Müller lancierte
Eselbrevet, das seit Jahren vom
Schweizerischen Verband für Pferde-
ie meisten Samichläuse sagen
den Kindern, das Eseli sei ge-
rade krank oder habe das Bein
gebrochen und deshalb nicht mitkom-
men können. Auf dem Hof von Edith
und Wolfgang Müller im bernischen
Grasswil ist das anders. Hier steht der
vierbeinige Helfer im Vordergrund.
Lange vor dem St.-Nikolaus-Tag gehen
Samichlaus und Schmutzli ins Trai-
ningslager, um sich und ihren Esel so
auszubilden, dass sich am 6. Dezem-
text
Henri Meunier
fotos
zvg
Wer möchte noch behaupten,
Esel seien dumm und stur, wenn sie
in der Hand vonWolfgang Müller
so sicher und zuverlässig im
Mehrspänner daherkommen.