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Kavallo 12/2015
PUBLIREPORTAGE
Müllpferde sollen sich nicht länger
durch Lateinamerikas Strassen quälen.
Dieses Ziel hat sich die Fondation Franz
Weber gesetzt und kommt mit ihrer
Kampagne gut voran. Doch der Weg ist
noch lang.
von
Hans Peter Roth
Der Anblick bleibt unvergessen. Bis auf
die Knochen abgemagerte Kreaturen,
von Narben übersät, mühen sich aus
dem Lastwagen. Viele Pferde sind bei
der Ankunft auf dem Gnadenhof Equi-
dad körperlich und seelisch von Aus-
beutung und Misshandlung gezeich-
net. Dann aber folgt die wundersame
Wandlung. Schon nach kurzer Zeit auf
dem Gnadenhof Equidad der Fondation
FranzWeber (FFW) im argentinischen
San Marcos Sierra verändert sich ihr ge-
samtes Verhalten und Erscheinungsbild.
Nicht nur des Futters und der Betreu-
ung wegen. Vor allem auch, weil sie in
Freiheit leben dürfen! So wandeln sich
die Pferde zu kraftvollen, stolzenWesen.
Sie finden nach einem erniedrigenden
Leben als Müllpferde zu ihrer eigenen
Natur zurück.
Grosser Kontrast
Der Kontrast könnte kaum grösser sein.
Zuvor ein Leben in den Strassen irgend-
einer Stadt in Argentinien, Mexiko,
Kolumbien oder sonst wo in Lateiname-
rika. Erdrückende Lasten schleppend,
WundersameWandlung
auf demGnadenhof
getrieben von ihren Besitzern, den
«Carreros». Tausende Pferde, Ponys und
Esel werden bis heute allein in Argen-
tinien als geschundene Gestalten zum
Müllsammeln benutzt. Dabei erfüllen
sie und die Müllsammler am Rand der
Gesellschaft eine wichtige Funktion: Sie
sortieren Alteisen, Holz, Papier, Karton
und anderes aus dem Strassenkehricht
und verkaufen es an Recyclingbetriebe.
Deshalb lancierte die FFW 2011 eine
Kampagne zur Abschaffung der Müll-
abfuhr mit Pferden in Argentinien und
danach in ganz Lateinamerika. Ziel der
Kampagne «Basta de TaS» ist der Ersatz
der Müllpferde durch motorisierte
Fahrzeuge. Die befreiten Pferde werden
privat adoptiert oder in Gnadenhöfen
aufgenommen. Die FFW-Kampagne