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Kavallo 12/2015
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eigentlichen Pferdewohl-Workshop.
Die an den sechs Posten behandelten
Themen zeichneten sich durch hohen
Praxisbezug aus. Höchst aufmerksam
wurde den verschiedenen Referaten
gefolgt, nicht weniger interessant war
es aber auch, von den praktischen Er-
fahrungen der Teilnehmer etwas mit
nach Hause nehmen zu können.
Weiterbildungstagungen wie der
Equi­day in Avenches vermitteln mehr
Wissen, das letztlich allen zugänglich
ist und das Leben für die Stallbetrei-
ber nicht einfacher macht. Denn
wenn bei den Pensionsnehmern die
Kenntnisse in Pferdehaltungsfragen
grösser werden als bei den Pensionsge-
bern, sind in der Stallgemeinschaft
Meinungsdifferenzen
vorprogram-
miert. Ruedi von Niederhäuser, Leiter
der Forschungsgruppe Haltung am
Nationalgestüt, konnte in seinem Re-
ferat wohl von stetig wachsendem Be-
stand an Pferden in der Schweiz be-
richten. Soll aber die Pensionspferde-
haltung für Landwirte – immerhin
stehen 75 Prozent aller Equiden in der
Landwirtschaftszone – «rentabel bis
sehr rentabel» bleiben, sind wichtige
Faktoren zu berücksichtigen:
Die Kundin ist König und steht im
Zentrum.
Überdurchschnittliches Mass an So-
zial- und Fachkompetenz beim Stall-
betreiber.
Kundenbedürfnissen angepasstes An-
gebot.
Auf die Nachfrage ausgerichtetes
Wachstum.
Hohe Belegung.
Frau, 39-jährig, sechsmal pro Woche
für 2
1
/
2
Stunden im Stall, Anreisezeit
Pferdehaltung
DOSSIER
In der Schweiz können
die Pferde recht
komfortabel leben.