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EDITORIAL
Thomas Frei
Chefredaktor
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Der unumstössliche Grundsatz,
Pferde
ausnahmslos am Kopf aufzuzäumen,
ist nicht nur unter dem Pferdevolk be-
kannt. Dass Pferde nicht beim Schwanz
aufzuzäumen sind, ist eine altbe-
kannte unsd allgemein verständliche
Redensart. Das vom Schweizerischen
Verband für Pferdesport organisierte
Forum Ausbildung bewegte sich aber
oft im Bereich der Hinterhand und
nicht vorne am Kopf. Denn eigentlich
fehlt es nicht an Aus- undWeiter-
bildungsmöglichkeiten, mit den am
Forum präsentierten Angeboten lässt
sich eine recht gute Horsemanship
erreichen. Ein grosser Teil der geschätz-
ten 200000 PferdesportlerInnen in
unserem Land scheint sich dafür aber
nicht zu interessieren.
Was für Leute das sind
, ist auch nach
dem Forum nicht bekannt, vertreten
waren sie nicht und wurden auch nicht
vom Schweizerischen Freizeitreiterver-
band repräsentiert; selbst ihm scheint
es nicht möglich, selbstgefällige Pferde-
leute für Weiterbildung zu motivieren.
Die über 170 bei Agate registrierten
Pferderassen könnten eher weiterhel-
fen. Ganz nach demMotto: Zeige mir
dein Pferd und ich sage dir, wer du bist.
Der Pferdeausweis für alle
wird kaum
abzuwenden sein. Pferde würden sich
gegen obligatorischeWeiterbildung
wohl am allerwenigsten wehren. Sie
leben schliesslich bedeutend kom-
fortabler, seit die Haltung gesetzlich
geregelt ist.Wäre ein Mindestmass an
Wissen verlangt, um sich ein Pferd oder
Pony halten zu dürfen, würden sie am
meisten profitieren. Für eine bessere
Ausbildung von Pferd und Mensch
setzen sich Pferdefreunde seit Generati-
onen ein. Der Verkaufserlös des vor über
hundert Jahren erschienenen Büchleins
«Der Pferdepfleger» beispielsweise wur-
de zur «Organisation und Förderung der
nationalen Pferdepflege» verwendet.
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Kopf aufzäumen
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Kavallo 11/2015