Finalsieg und Olympia-Ticket für Irland

Stolz hält Irlands Equipenchef Rodrigo Pessoa die Trophy in die Höhe. (Foto: FEI)

Die Entscheidung um den Sieg lief im Nationenpreis-Final in Barcelona am Sonntag auf einen Zweikampf zwischen Belgien und Irland hinaus. Die nach dem ersten Tag in Führung gelegenen Belgier agierten erneut überragend und hätten dieses Nationenpreis-Finale auch gewonnen, wenn ihr Schlussreiter Gregory Wathelet fehlerfrei geblieben wäre. Doch sein Schimmelhengst Nevados scherte nach der dreifachen Kombination vor einem Steilsprung unerklärlicherweise einfach aus. Zur Verweigerung kam noch ein Abwurf am letzten Sprung. So musste sich Belgien mit vier Fehlerpunkten und Rang zwei zufriedengeben. Die Iren mit Peter Moloney/Chianti’s Champion, Paul O’Shea/Skara Glen’s Machu Picchu, Darragh Kenny/Balou du Reventon und Cian O’Connor/PSG Final mussten sich im extrem anspruchsvollen Parcours des Spaniers Santiago Varela hingegen nur einen Zeitstrafpunkt von Darragh Kenny anrechnen lassen. Drei Mannschaften beendeten das Finale mit zwölf Punkten, mit der besten Zeit ging Platz drei an Schweden vor Italien und Frankreich. Die Iren konnten sich nicht nur über den Sieg im Longines Nationenpreis-Final freuen, dank dem grossartigen Auftritt sicherten sie sich auch noch das letzte Ticket für die Olympischen Spiele Tokyo im kommenden Jahr.
Ihren 7. Platz brachten die vier Schweizer Beat Mändli/Dsarie, Niklaus Rutschi/Cardano CH, Martin Fuchs/Silver Shine und Steve Guerdat/Venard du Cerisy nicht mehr los. Mändli lieferte mit 24 Punkten wiederum das Streichresultat und Rutschi kam auf 9 Punkte. Während Fuchs diesmal mit einem Blankoresultat am Ziel ankam, musste Guerdat zwei Abwürfe hinnehmen. 70'000 Euro gab es für sie auch auf dem 7. Platz noch an Preisgeld. Den nach dem ersten Tag eingenommenen 5. Platz konnte das überraschende Kolumbien nicht halten und fiel hinter die Schweiz zurück. Auf Platz 6 verblieb wie beim Auftakt auch Deutschland. Auf die Platzierung im aktuellen Ranking der Springreiter zum Monatsbeginn führte Barcelona an der Spitze zu keinen Verschiebungen: Auf Platz 1 liegt immer noch Steve Guerdat vor Martin Fuchs, Daniel Deusser, Peder Fredricson, Ben Maher, Elizabeth Madden und Pieter Devos.

Drucken