Fabelhafte Deutsche – verhaltene Schweizer

Die amtierenden Europmeister sind bereits wieder in Führung: Der Schwede Peder Fredricson und seine Stute H&M All Inn gaben im Zeitspringen die Vorgabe. (Foto: Getty Images for FEI)

Haben die deutschen Springreiter einen fabelhaften Start in die Europameisterschaften Rotterdam hingelegt, präsentierte sich die Schweizer Equipe im Zeitspringen verhalten. Ein fehlerfreier Umgang gelang nur Steve Guerdat mit Albführen’s Bianca, Martin Fuchs mit Clooney und Niklaus Rutschi mit Cardano CH mussten sich je einen Abwurf, Paul Estermann mit Lord Pepsi gar deren zwei anrechnen lassen. In Führung liegt nach dem Zeitspringen Peder Fredricson mit H&M All In mit 70,25 Sekunden vor Max Kühner/Chardonnay und Ben Maher/Explosion W mit 71,49 Sekunden. Steve Guerdat verzeichnete mit Albführen’s Bianca die fünftbeste Zeit. Bei den in Hochform reitenden Deutschen  blieben alle vier Teamreiter im Zeitspringen ohne Fehler. Bundestrainer Otto Becker hatte allen Grund zum Strahlen, war sein Quartett doch die einzige Mannschaft, die in der ersten Wertungsprüfung dieser EM komplett ohne Fehler blieb. Zum Auftakt lieferten die Weltmeisterinnen Simone Blum und DSP Alice eine Runde aus dem Bilderbuch, so locker absolvierten die beiden den Parcours. Mit einer Zeit von 74,68 Sekunden liegen sie nun vorerst auf Rang 13 der Einzelwertung. Am schnellsten waren Christian Ahlmann und Clintrexo Z, die den Parcours in 72,63 Sekunden absolvierten und damit in der Einzelwertung nun vorerst Platz vier belegen. Dicht beieinander liegen zudem Marcus Ehning mit dem westfälischen Hengst Comme il faut sowie Schlussreiter Daniel Deusser mit Scuderia 1918 Tobago Z. Nach der ersten Prüfung liegt im Feld von 70 Startenden Guerdat auf dem 5. Zwischenrang, Martin Fuchs auf dem 20., Niklaus Rutschi auf dem 33. und Paul Estermann auf dem 51.
In der Mannschaftswertung führt die deutsche Equipe mit 4,22 Punkten vor Frankreich mit 5,39 und Schweden mit 6,81. Nur 0,41 Punkte liegen Grossbritannen (9,41) auf Platz vier und die Schweiz (9,83) auseinander. Am Donnerstag steht die Entscheidung in der Mannschaftswertung in zwei Umläufen an. Der erste steht am Donnerstag ab 10 Uhr auf dem Programm, der zweite dann am Freitag um 15 Uhr. Um die Einzelmedaillen geht es am Sonntag.

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