Züchter freuen sich über gute Fohlenpreise

WM-Goldstute Alice macht Werbung: Sechs DSP-Fohlen von Schweizern gekauft.

112'000 Euro – das war die Preisspitze bei den Hannoveranern für den Dante’s Junior/Fürst Romancier-Sohn Derby. (Foto: Ernst)

24'000 Euro wurde in Donaueschingen für das DSP-Fohlen Belle Epoque bezahlt. (Foto: Heide)

Unter dem Jubel des Publikums war der Dante’s Junior-Sohn Derby für 112’000 Euro Preisspitze der Fohlen- und Zuchtstutenauktion des Hannoveraner Verbandes. Zucht und Sport – das ist eine Kombination, die nach Verden passt.  Eingebettet war die Auktion in das grosse Turnier «Verden International», auf dem neben dem grossen Sport die Hannoveraner Championate der Reit-, Dressur- und Springpferde entschieden wurden. Mit einem Startgebot am Telefon von 30’000 Euro schwebte der Dante’s Junior/Fürst Romancier-Sohn Derby in das Auktionsrund. «So einen gibt es nicht alle Tage», schwärmte Auktionator Bernd Hickert. Als das Hämmerchen bei 112’000 Euro fiel, wurde der schicke Rappe mit stehenden Ovationen aus dem Auktionsrund verabschiedet. Die Springfohlen hatten ihren grossen Auftritt bereits am Vorabend. In den Pedigrees traf sich alles, was auf den grossen Turnierplätzen der Welt Rang und Namen hat. Das galt auch für den Chacoon Blue/Balou du Rouet-Sohn Chaccon du Rouet, der mit dem Zuschlagspreis von 17’500 Euro Preisspitze war. 112 Fohlen erzielten einen Durchschnittspreis von 9116 Euro. 30 Fohlen gingen ins Ausland. Am beliebtesten sind sie in Grossbritannien, dorthin werden sechs Vertreter des Jahrganges 2019 die Reise antreten.

DSP Springfohlen teurer als in Verden

Ein Fest für die Züchter des Deutschen Sportpferdes wurde auch die Fohlenauktion in Donaueschingen: Alle 15 angetretenen Überflieger fanden eine neue Heimat. Allen voran weckte die Tochter des Olympiasiegers Big Star namens Belle Èpoque Begehrlichkeiten. Die Fuchsstute aus der Up and Go von Chin Chin/Corrado I wurde zum Zuschlag bei 24'000 Euro veräussert. Auf Platz zwei im Preisranking mit 21'000 Euro landete Cornet’s Diamant. Ein hoch interessant gezogenes Hengstfohlen von Cornet Obolensky/Diarado. Das mit viel Charme und Typ ausgestattet Hengstfohlen ist künftig in der Schweiz zu Hause. Insgesamt sechs der 15 Auktionsfohlen stehen künftig in Schweizer Besitz. Im Schnitt legten die Käufer 12'766,67 Euro für ein Fohlen aus.

Auktionsstimmung herrschte auch in Dublin. Im Rahmen der Dublin Horse Show organisierte Flanders Embryo Auction eine Versteigerung, wobei mit einem Durchschnittspreis von 20'000 Euro gleich ein neuer Rekord aufgestellt wurde. 40'000 Euro (v. Chacco Blue–Diamant de Semilly) betrug der Höchstpreis. Irische Investoren nutzten ihre Chance und kauften neun davon Embryos. Eine neue Regel besagt eben, dass Sportpferde in Irland geboren sein müssen, um sich für das beliebte Finale für junge Pferde in Dublin zu qualifizieren.

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