Innovation in Baden-Baden – Schweiz verharrt

Baden-Baden steigert die Attraktivität der Rennen mit neuen lukrativen Angeboen. (Foto: Baden Racing)

Während  auf unseren Rennplätzen sinkende Wettumsätze – in Frauenfeld wurden zum Auftakt ins 100-Jahr-Jubiläum des Rennvereins  gerade noch 53'622 Franken an den Wettkassen umgesetzt – zu notieren sind und die mobile PMU-Abnahme in der Garage bleibt, zeigt sich der deutsche Marktleader Baden-Baden mit einem jährlichen Wettumsatz von 5,8 Millionen Euro innovativ. Das Frühjahrsmeeting vom 30. Mai bis 2. Juni wird deshalb ein besonders wichtiger Gradmesser für den Erfolg der vom deutschen Galoppsport in diesem Jahr eingeführten Änderungen bei den Wetten sein. So wurden bereits zu Beginn des Jahres die Abzüge der Rennvereine bei Sieg- und Platzwetten auf 15 Prozent reduziert. «Wir versprechen uns durch die Senkung der Abzüge einen deutlich höheren Umsatz», sagt Baden Racing-Geschäftsführerin Jutta Hofmeister. «Die Quoten der Sieg- und Platzwette waren bei uns durch die grösseren Töpfe schon immer attraktiv und sollte nun noch beliebter sein.»
Beim FRÜHJAHRSMEETING tritt auch erstmals die Regelung in Kraft, dass in Rennen mit 14 im Rennprogramm angegebenen Startern immer vier Platzwetten ausbezahlt werden – und nicht wie bisher nur in Rennen der Viererwette. Zwei Viererwetten werden jeden Tag angeboten mit einer garantierten Gewinnausschüttung.
 
Neu «2 aus 4» und Multi-Wetten
Premiere für Iffezheim werden die neu eingeführten Wettarten «2 aus 4» und Multi 4, 5, und 7 haben. Die Einsteigerwette «2 aus 4» ersetzt die Platzzwillingswette und wird in jedem Rennen mit mindestens zehn im Rennprogramm aufgeführten Pferden angeboten. Hier gilt es zwei Pferde zu tippen, die unter die ersten Vier kommen. Wichtig: Es wird nur eine Quote für alle erfolgreichen Wetten errechnet. Die Multi-Wetten werden bei zehn oder mehr im Rennprogramm aufgeführten Pferden angeboten, die Multi 7 allerdings erst bei 14 Pferden. Die Multi-Wetten funktionieren so: Man tippt 4, 5, 6 oder 7 Pferde, von denen vier dann in beliebiger Reihenfolge als erste ins Ziel laufen müssen – im Gegensatz zur Viererwette, bei der die Reihenfolge der Pferde entscheidend ist. Der Mindesteinsatz beträgt drei Euro, bei Kombinationswetten 75 Cent. Die Quote der Multi 4 wird aus einem eigenen Topf errechnet und kann damit sehr attraktive Quoten schaffen. Die Quote Multi-Wetten 5 bis 7 wird aus einem gemeinsamen Gewinntopf errechnet.
 
Wetten mit Smarturf

Mit der Smarturf-App des deutschen Galoppsports ist es zudem möglich, in den Bahn-Totalisator zu wetten, ohne dass man sich anstellen muss. «Dafür haben wir im Winter die WLAN-Abdeckung auf dem gesamten Bahngelände ausgebaut», sagt Hofmeister. So funktioniert Smarturf: Man zahlt an einer Totokasse anonym auf sein Konto ein, verbindet sein Smartphone über das Rennbahn-WLAN mit Smarturf, tätigt seine Wetten und kann sich den Gewinn jederzeit an der Totokasse auszahlen lassen.

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