Wenig Pferdewissen bei Aargauer SVP-Grossrätin Bertschi

Pferde machen bei uns nur das, was sie auf der Weide auch machen würden, klärt Fredy Knie die zum Boykott aufrufenden Promis auf.

Elefanten und Raubtiere sind aus dem Circus Knie schon verschwunden, nun soll der Nationalcircus künftig auch ohne Pferde und Ponys auf Tournée gehen. Schweizer Promis rufen nämlich zum Boykott des Circus Knie auf, weil er Tiernummern in seinem Programm hat. Unterstützung erhalten sie von der Aargauer SVP-Grossrätin Karin Bertschi, wie die Aargauer Zeitung berichtet hat: «SVP-Grossrätin und Recycling-Unternehmerin Karin Bertschi schreibt auf Twitter: ‘Sehe ich auch so. Tiere gehören nicht in Manege mit Trommelwirbel und Scheinwerferlicht.’ Und auf Nachfrage hat Bertschi: bekräftigt: ‘Tiere gehören in eine natürliche Umgebung – nicht in den Zirkus.’ Bertschi stört sich nicht nur daran, dass ‘Nummern eingeübt werden, die der Natur des Tieres widersprechen’, sondern auch, dass die Tiere ‘wie Zirkusäfflein dekoriert und nach abgelegter Show wieder an den nächsten Standort gekarrt werden’. Bertschi brüstet sich sogar damit, dass die Familie selber Pferde besitze. Dass aber Pferden und Ponys nichts beigebracht werden kann, was ihnen nicht von Natur aus mitgegeben wird, hat sie als Besitzerin noch nicht erkannt. Was doch wiederum zeigt, dass der Besitz von Pferden noch lange nicht zu Pferdewissen führt. Zu den Vorwürfen Stellung genommen hat Fredy Knie selber. Den «Möchtegern-Pomis hält er entgegen: «Tiere machen bei uns die gleichen Sachen, die sie auch auf der Weide machen würden.» Tierschützer nehmen den grössten Zirkus der Schweiz derweil in Schutz. Nur die Tierschutzorganisation Zurich Animal Save ruft auf Instagram zum Boykott der Vorstellungen auf.

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