Dressur muss in Genf dem Springnachwuchs weichen

Isabell Werth – die letzte Dressur-Siegerin am CHI Genf. (Foto: scoopdyga.com)

Am Dressurpodium in Zürich sass Catherine Fankhauser als Vertreterin des CHI Genf noch vor den Zuhörern am Tisch, einen guten Monat später wird bereits der Verzicht der Dressurprüfungen im Palexpo bekannt gegeben. «Wir waren sehr glücklich und stolz darauf, diese grosse Disziplin für drei Jahre im Palexpo begrüssen zu dürfen. Wir müssen jedoch zugeben, dass die Disziplin einige Schwierigkeiten hatte, ihr Publikum zu finden. Und das Projekt eines CSI für den Nachwuchs war schon seit einigen Jahren in unseren Köpfen präsent. Um es umsetzen zu können, mussten wir uns entscheiden, vor allem um es in unser ohnehin schon umfangreiches Programm integrieren zu können», sagt Sophie Mottu Morel, Geschäftsführerin des Turniers und fügt hinzu: «Ich möchte allen danken, die die Organisation des Dressursports in Genf ermöglicht haben. Wer weiss, vielleicht kommt die Dressur wieder einmal an den Genfer See zurück?» Vom 12. bis 15. Dezember wird der CHI Genf im Rahmen seiner 59. Ausgabe eine neue Etappe beginnen und der nächsten Generation des Schweizer und des internationalen Springsports einen noch grösseren Platz einräumen. Zum ersten Mal wird ein CSI für Reiter unter 25 Jahren ausgetragen. Bei dieser Prüfung gibt es ca. 25 Startplätze. Zwei Drittel der Teilnehmer werden aus dem Ausland kommen, ein Drittel aus der Schweiz. Die Förderung des Reiter-Nachwuchses hat in der Philosophie des Concours Hippique International von Genf schon immer einen wichtigen Platz eingenommen. Seit vielen Jahren und bei jeder Ausgabe ermöglichte die Schweizer Major Veranstaltung des Rolex Grand Slam den jungen Hoffnungsträgern mit sogenannten Wild Cards oder einer Auswahl durch die Young Riders Academy am CSI5* Turnier zu reiten.

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