Wieder 40'000 Franken für wissenschaftliche Forschung

Ein gutes Vereinsjahr und ein interessantes Referat über ein aktuelles Thema konnte Pro Pferd-Präsident Lucas Anderes an der Mitgliederversammlung präsentieren. (Foto: kav)

Ein erfreuliches Jahresergebnis hat Präsident Lucas Anderes den anwesenden Mitgliedern des Vereins Pro Pferd an der Mitgliederversammlung im Tierspital Zürich präsentieren können. Mehr Mitglieder als im Vorjahr und ein mit 14'000 Franken Einnahmen abgeschlossenes Herbstsymposium über den Pferdehuf ermöglichen dem Verein, der Stiftung Pro Pferd auch dieses Jahr wieder 40'000 Franken überweisen zu können. Damit soll unter anderem die Finanzierung von zwei neuen Projekten, die aus dem Huf-Symposium heraus entstanden sind, ermöglicht werden. Beim einen handelt es sich um die Auswirkungen des 2-Kappeneisens am Vorderhuf, beim zweiten um einen neuen Aspekt im Zusammenhang mit der Rückenstudie, die auch Inhalt des Herbstsymposiums am 8.–10. November sein wird. Gespannt warteten die Anwesenden im Anschluss an die zügig verlaufene Jahresversammlung an das Referat «Gebisse und Zäumungen» von Peter Christen, der bis vor kurzem noch Chef Sport im Pferdesportverband gewesen war und von Anderes als «Rösseler durch und durch» vorgestellt wurde. Gebiss und Zaum sind für Christen ein Mosaikstein und Teil der Ausrüstung. Weil der Pferdesport sich zu einem attraktiven Mark entwickelt habe, würden auch ständig Neuheiten angeboten. Der Pferdesport kann seiner Meinung nach aber nur überleben, wenn er auch pferdegerecht ausgeübt wird. Deshalb präsentierte er die in nächster Zeit in diesem Zusammenhang geplanten Aktivitäten des Pferdesportverbandes. Erstaunen löste die Tatsache aus, dass Gebisse und Zäumungen nur im Dressurreglement  aufgeführt werden, im Spring-, Endurance- oder Fahrreglement dagegen nicht. Eine SVPS-Arbeitsgruppe wird nun zu prüfen haben, was künftig noch vertretbar sein wird und was nicht. So wichtig pferdefreundliche Gebisse und Zäumungen an und für sich sind, für Peter Christen allerdings hat eine gute Ausbildung von Mensch und Pferd an oberster Stelle zu stehen. Die Umsetzung der von jeder Disziplin erarbeiteten Massnahmen soll in den kommenden zwei Jahren vorgenommen werden.

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