Michael Jung – der Tausendsassa des Pferdesports

Michael Jung lässt mit Chelsea im Dortmunder GP die Springreiter hinter sich. (Foto: Stefan Lafrentz)

Der weltweit erfolgreichste CC-Reiter hat den Kollegen von der Springreiterfraktion den Sieg in der MITSUBISHI MOTORS Masters League am Hallenturnier Dortmund vor der Nase weg geschnappt: Michael Jung aus Horb am Neckar hat mit dem Sieg im Grossen Preis der Bundesrepublik Deutschland das Finale der elf Stationen umfassenden internationalen Serie gewonnen und durfte einen nagelneuen Mitsubishi L200 in Empfang nehmen. Partnerin des Erfolges war die westfälische Stute fischerChelsea, die ihrem Reiter im Stechen der mit insgesamt 150’000 Euro dotierten Prüfung in fehlerfreien 35,72 Sekunden den Triumph bescherte.
«Ich hätte vor ein paar Jahren nicht gedacht, dass sie so gut werden würde», räumte der 36 Jahre alte Reiter ein, der bereits Olympia- , WM- und EM-Gold in der Vielseitigkeit gewann. Springreiter-Bundestrainer Otto Becker hatte den Schwaben schon einmal auf der Liste für einen Nationenpreis. «Wenn er jetzt wieder anrufen würde, würde ich mich freuen», grinste Jung verschmitzt. Auf der Tribüne der Westfalenhalle war der Jubel gross für den Promi, der ein echter Tausendsassa im Pferdesport ist.
«Nein, unsere Eventer in Grossbritannien reiten nicht auf dem gleichen Niveau wie Michael», ließ der zweitplatzierte Robert Whitaker wissen. «Aber wer gut ist, der soll auch gewinnen», so Whitaker, der im Sattel des routinierten Holsteiner Wallachs Catwalk IV saß. Sehr zufrieden war Rodrigo Giesteira Almeida aus Portugal mit seinem dritten Platz.

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