Dem SVPS genügen Ethikregeln nicht mehr

Viel Arbeit wartet auf die neu gegründete SVPS-Kommission beim unüberschaubaren Angebot an Gebissen und Zäumungen. (Foto: kav)

Ethik ist für den Schweizerischen Verband für Pferdesport eigentlich kein Neuland, nehmen sich im Brevet-Buch doch die ersten sieben Seiten diesem Thema jetzt schon an. Freilich sind sie in die Jahre gekommen, weil Ethik dem Wertewandel in der Gesellschaft folgt. Ethik war denn auch ein Thema an der letzten Vorstandssitzung. SVPS-Präsident Charles Trolliet sagt dazu: «Der Schweizerische Verband für Pferdesport nimmt Ethik und Tierschutz sehr ernst und dies ist sehr wichtig für die Zukunft des Pferdesports.» Der SVPS werde entsprechende Ethikregeln zusammenstellen – wie dies zum Beispiel die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) bereits getan hat. An der Präsidentenkonferenz im August soll ein Entwurf diskutiert und an der Mitgliederversammlung im Herbst darüber abgestimmt werden. Auch Vorstandsmitglied Peter Christen, Verantwortlicher Wettkampfsport, äusserte sich dazu: «Unser Motto hier ist: agieren und nicht reagieren!» Der SVPS will mit seinen Pferdesportlern die Regeln festlegen, bevor dies externe Ämter oder Organisationen tun, die vielleicht fachlich nicht über das gleiche Wissen verfügen. Tatsache sei, dass das Publikum erst recht, wenn Kameras vor Ort sind, ganz genau hinschaue. Und zum Beispiel eine Verletzung am Pferd sofort sehe. Darum soll neu auch im Generalreglement des SVPS festgehalten werden, dass ein Pferd, welches während einer Pferdesportveranstaltung verletzt ist und blutet, untersucht werden müsse. Eine neue Fachkommission, bestehend aus Ausbildnern, Personen verschiedener Disziplinen und Veterinären, soll sich zudem mit der Verwendung von verschiedenen Zäumungen und Gebissen auseinandersetzen. Die Meinungen sind nach den Worten von Peter Christen allerdings stark auseinander gegangen.

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