Pferdebranche verstärkt politisches Lobbying

Nicht nur in der Politik ein Senkrechtstarter: Der Luzernr FDP-Ständerat Damian Müller – im Bild als Speaker am CSI-Zürich im Gespräch mit Philippe Züger – wird als Vizepräsident des SVPS im kommenden Herbst zur Wahl vorgeschlagen. (Foto: Katja Stuppia)

Mehr Lobbyarbeit für das Pferd auf politischer Ebene war gleich in zwei Verbänden das Thema – dies ist das Fazit dieser Woche. An der Generalversammlung der Vereinigung Pferd in Bern wurde ein Lobbying Konzept von Vorstandsmitglied Vanessa Jenni vorgestellt und auch einstimmig verabschiedet. Auf kürzere Wege ins Parlament will aber auch der Schweizerische Verband für Pferdesport setzen: Für die im Herbst anstehenden Vorstandswahlen wurden bereits erste Kandidaten gefunden und vorgestellt. Zum neuen Vizepräsidenten wird FDP-Ständerat Damian Müller vorgeschlagen, der 2015 als Luzerner Vertreter in den Ständerat gewählt wurde. Der 33-jährige Müller ist jüngstes Mitglied im Stöckli, wohnt in Hitzkirch und ist dort auch Mitglied der Auffahrtsschwadron Hitzkirch. Vielen ist er aber auch über seine Stimme wohlbekannt: Beim CSI Zürich stand er als Speaker im Einsatz. Nebst Müller wird den SVPS-Mitgliedern als weiteres neues Vorstandsmitglied Nayla Stössel vorgeschlagen. Die OK-Präsidentin des CSIO St. Gallen setzt sich, wie im neuen Kavallo zu lesen ist, auch sehr für die Realisierung eines Nationalen Pferdesportzentrums Breitfeld in St. Gallen ein. Für bessere Kontakte zu Politikern wird aus der Pferdebranche noch von anderer Seite gesorgt. Die Nähe zu hochrangigen Politikern ist in der Pferdebranche allerings nicht ganz neu: Ein wertvolles Einvernehmen zu Bundesrat Guy Parmelin scheint SVPS-Präsident Charles Trolliet zu haben, wie die beiden nebeneinander stehend an verschiedenen Ehrungen zeigte.

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