GP-Triumph für die Rennchefin

Nimord mit Jockey Maxim Pecheur an der Siegerehrung vom LONGINES 79. Grosser Preis von St. Moritz. (Foto: swiss-image.ch)

Erleichterte Organisatoren im Engadin: Auch der dritte White-Turf-Renntag lief bis auf das turbulente Skikjöring ohne Probleme ab. «Für uns ist wichtig, dass die bereits im vergangenen Sommer beschlossenen Sicherheitsmassnahmen griffen, obwohl wir diese erst jetzt im Winter einsetzen konnten. Wir haben damit zu jeder Zeit einen Einblick über den Zustand des Geläufs», zog Thomas C. Walther, der Vorstandspräsident von White Turf, ein zufriedenes Fazit von White Turf 2018. Den mit 111’111 Franken dotierten LONGINES 79. Grosser Preis von St. Moritz gewann der fünfjährige Nimrod aus dem von Miroslav Weiss in sicherem Stil. Im Sattel sass der deutsche Jockey Maxim Pecheur. Die Plätze gingen mit einer Länge Rückstand an den englischen Gast Berrahri aus dem Quartier von John Best und weitere zwei Längen dahinter an Amun (Rene Piechulek), den Christian von der Recke in Deutschland betreut. Nimrod ist im besitz von Belmond Racing Stables von White-Turf Rennchefin Annina Widmer und Barbara Heller und kam im erst im letzten September in die Schweiz und wurde im GP Jockey-Club im Horse Park Dielsdorf den zweiten Platz.
Das Skikjöring um den Grand Prix CREDIT SUISSE gewann nach einem sehr turbulenten Rennverlauf überraschend der siebenjährige Pinot mit Fahrer Alfredo Lupo Wolf. Rang zwei ging an Mombasa (Adrian von Gunten), die damit ihre Rennkarriere beendete und mit einem Gemüsekorb von der Rennbahn verabschiedet wurde. Die Turbulenzen begannen bereits am Start als Daulys Anthem und Sociopath fahrerlos wurden. Erwartungsgemäss übernahm Usbekia mit Valeria Holinger die Führung, doch fiel die Stute früh zurück. Dagegen kam Franco Moro mit Perfect Swing immer besser in die Partie und noch vor dem Schlussbogen gab es an deren Sieg kaum Zweifel. Doch plötzlich stürzte Perfect Swing, wurde dann aber von Franco Moro nachgefahren. Für den Sieg kam das Duo zwar nicht mehr in Frage, endete jedoch hinter Fit For The Job (Silvio Martin Staub) als Vierter noch vor Usbekia und Valeria Holinger. Das Reglement sieht allerdings vor, dass ein gestürztes Pferd disqualifiziert werden muss. Damit stand fest, dass Valeria Holinger zum zweiten Mal in Folge die Credit Suisse Skikjöring Trophy gewinnt und als Königin des Engadins gekrönt werden konnte.
Spike bleibt auch nach dem Grand Prix BMW auf Schnee unbesiegt: Beim fünften Start auf Schnee wusste sich der zwölfjährige Spike erneut in Szene zu setzen und liess die Gegner in der Geraden nahezu stehen. Nachdem der Schützling von Nathalie Gonin im vergangenen Jahr bereits zwei Trabrennen gewann, verliess er diesmal das Eisgeläuf drei Mal als Gewinner. Mit einer Überraschung begann der Renntag im Trabrennen um den Preis Fraumünster Insurance Experts und Blasto. Nicht die schneeerfahrenen Pferde lagen diesmal vorne, sondern der Debütant Pipilo Jet, den Heiner Bracher steuerte, der auch Besitzer und Trainer des neunjährigen Wallachs ist.
Im GP Moyglare Stud (NL) fand das Team um den siebenjährigen Filou die Entschädigung für das an der Startstelle am 1. Rennsonntag erlittene Pech, als sich der Hengst eine Verletzung zugezogen hatte. Nun strebte Raphael Lingg gleich nach dem Öffnen der Boxen an die Spitze, die er mit dem Schützling von Trainer Philipp Schärer nicht mehr abgab. Passend war der deutsche Sieg m GP Rennbahn Berlin Hoppegarten: Trainer Christian von der Recke konnte den von ihm betreuten Hidden Oasis mit Rene Piechulek im Sattel als Sieger von der Bahn führen.

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