Urs Schweizer neu mit eigenem Hof

Urs Schweizer – im Bild mit dem von ihm entdeckten For Romance – wird künftig auf einem eigenen Hof eine auserlesene Zucht betreiben. (Foto: Equitaris)

An Initiative und Mut zu Veränderungen hatte es Urs Schweizer schon nicht gefehlt, als er noch in der Schweizer gelebt hatte. Als vor einem halben Jahr die Nachricht kam, dass er die Leitung des Dressurleistungszentrums Lodbergen nach acht Jahren wieder verlassen wird, erstaunte deshalb nicht so sehr. Nun berichtet das Züchterforum in seiner neusten Ausgabe, was für Pläne Schweizer im Pferdeland Deutschland hat. Zusammen mit seiner Frau Barbara kaufte er sich nahe der holländischen Grenze im niedersächsischen Emlichheim einen Hof mit zehn Hektar Land, wo er fortan Pferde züchten wird. Momentan stehen sieben trächtige Stuten bei ihnen sowie zwei Dreijährige, eine Zweijährige und sechs Einjährige. Sobald alles umgebaut sein wird, werden weitere Tiere auf dem Hof einziehen: Galloway-Kühe, Mini-Shettys, amerikanische Zwergesel und Mikroschweinchen. Die 2015 begründete Zucht trägt den Namen Kabayo und ist eine Hommage an seine Frau, eine gebürtige Filipina – Kabayo heisst nichts anderes als Pferd in deren Muttersprache.
Im Dressurleistungszentrum geht es weiter, nachdem lange von einer Schliessung die Rede gewesen war, weil die Schweizer Besitzer die hocherfolgreiche Hengststation im Herzen des Oldenburger Zuchtgebietes veräussern wollten. Seit Anfang Jahr stehen dem Betrieb der 37-jährige Pferdemann Wolfgang Stagge sowie die internationale Dressurreiterin Therese Nilshagen vor. Sie werden besorgt sein, dass die Zucht und die Reiterei – einmal wöchentlich unterrichtet dort auch Klaus Balkenhol – in Lodbergen weiterhin gepflegt und gehegt wird. Zu verzeichnen ist zudem ein Neuzugang: Zu den ersten Amtshandlungen des neuen Zuchtleiters Wolfgang Stagge gehörte der Ankauf des Hannoveraners La Vie, eines bewegungsstarken und gekörten Sohnes von Livaldon-Scolari-Wolkenstein II.

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