In erster Linie für den Springsport schauen.

Rolf Theiler, der 1988 mit seinem Bruder Urs zusammen auf der offenen Radrennbahn mit dem CSI Zürich eine neue Ära im Springsport eingeläutet hatte, wird im Hallenstadion am 28. Mercedes-Benz CSI vom 28. bis 31. Januar zum letzten Mal als Sportchef wirken.

Seinen Rücktritt begründete der Co-Präsident damit, dass er mehrheitlich in seiner Wahlheimat Südafrika lebe und bald 60 Jahre alt sei. Als Verwaltungsrat und Aktionär allerdings bleibt er mit dem seit acht Jahren als Weltcup-Turnier ausgetragenen Hallenspringen verbunden. Nicht verwunderlich, denn zu gross war in den vergangenen 28 Jahren sein Einsatz. Und nicht nur für den Zürcher Anlass, positioniert Theiler selbst das am höchsten dotierte Weltcup-Turnier nicht an erste Stelle: «Wir sind nur Veranstalter, unsere Interessen sind zweitranging. In erster Linie müssen wir schauen, dass es dem Schweizer Springsport gut geht.» Und nach seinen jahrzehntelangen Erfahrungen als Reiter und Organisator geht es dem Springsport gut, wenn sportliche Erfolge zu verzeichnen sind. Das Produkt Springsport wird von den Reitern und Besitzern mit deren Pferden gebildet und von Sponsoren und Veranstaltern mitgetragen. Für den diesjährigen Mercedes-Benz CSI stimmen wieder alle Faktoren, was bereits zu einem besseren Vorverkauf geführt hat. Unter anderem zurückzuführen auf einen modifizierten Zeitplan, der den Longines GP vom Freitag zuschauerfreundlich auf 19.30 Uhr ansetzt. Die zum Longines Weltcup zählende Mercedes-Benz Classic sorgt am Sonntagnachmittag für den sportlichen Höhepunkt, wie an den beiden Vortagen wird die Show «Stars in der Manege» mit der Circusdynastie Knie als Hauptakteure den Abschluss des Tagesprogramms bilden.

Drucken