Der Aargauer Pferdemann Max Hauri ist gestorben.

Der Landwirt und Pferdehändler aus Seon war einer der letzten grossen Allrounder im Schweizer Pferdesport. Er war nicht nur als Spring- und Militaryreiter erfolgreich, er belieferte die Schweiz über Jahre hinweg mit grossartigen Pferden, deren Namen immer in Erinnerung bleiben werden.

Im Alter von 73 Jahren ist am 6. Dezember Max Hauri verstorben. Nachdem er vor Jahren einen Hirnschlag erlitten hatte und eine lange Zeit in der Reha-Klinik verbringen musste, hatte man ihn in letzter Zeit wieder vermehrt in der Öffentlichkeit angetroffen. Nach einem Sturz kam es zu einem weiteren Spitalaufenthalt, der nun sein letzter gewesen sein sollte, aus dem Koma erwachte er nicht mehr. Max Hauri war ein Pferdemann – auch Rennfarben waren unter seinem Namen eingetragen – durch und durch und konnte auch im Sattel schönste Erfolge verzeichnen. Mit 20 Jahren gewann er als junger Kavallerieleutnant mit Preclaw das Springreiterchampionat. 1964 war er an den Olympischen Spielen in Tokyo mit Millview auf dem 10. Rang bester Schweizer. 1972 startete er an den Olympischen Spielen München im Springen und in der Military. Hauri wurde aber vor allem als erste Adresse im Handel mit irischen Springpferden bekannt. Unzählige Spitzenpferde gingen über den Handelsstall in Seon und sorgten für Spitzenresultate. Allein Harley gewann unter Walter Gabathuler Ende der 70er Jahre vier Mal die Schweizer Meisterschaft Springen.  Jessica holte sich unter Hauris Schwester Heidi an den Olympischen Spielen in Los Angeles 1994 im Einzelspringen Bronze.  Sein Ruf als gewiefter Pferdemann reichte weit über die Landesgrenzen hinaus, Pferde wie Special Envoy, Tomboy und Vivaldi waren unter Pessoa erfolgreich, in jüngster Zeit verzeichnete Pius Schwizer Erfolge mit Pferden wie Verdi III, Picsou du Chêne, Sixtine de Vains, Powerplay und Sibell du Gisors. 

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