Rennpferde laufen immer schneller

Rennpferde sind nun entgegen der bisherigen Meinung doch immer schneller geworden, wie eine jüngste britische Studie der beiden Evolutionsbiologen Patrick Sharman und Alastair Wilson belegt. Eine Analyse tausender Pferderennen zeigt auf, dass das Tempo von Rennpferden in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist. Insgesamt sammelten die beiden Forscher  616'084 Zeiten von 70'388 Pferden aus Rennen auf Gras und brachten sie in die Studie ein, die im Fachblatt «Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences» veröffentlicht wurde. Die Untersuchung ergab, dass sich die Geschwindigkeit der Pferde in den vergangenen gut 150 Jahren deutlich gesteigert hat – und zwar vor allem bei Rennen über kurze Distanzen. Dass über mittlere und lange Strecken kaum Geschwindigkeit hinzugewonnen wird, deutet nach Meinung der Autoren darauf hin, dass in diesen Bereichen tatsächlich eine natürliche Grenze erreicht ist. Die Entwicklung ist nicht linear: Sprunghafte Verbesserungen gab es vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts und dann wieder von 1975 bis in die frühen 1990er Jahre. Die erste Geschwindigkeitssteigerung könnte darauf zurückzuführen sein, dass 1897 ein neuer Reitstil eingeführt wurde. 

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