Medienmitteilung CSIO St. Gallen

Vom 4. bis am 7. Juni findet in St. Gallen der CSIO Schweiz statt - heute orientierten die Organisatoren die Medien in einer Pressekonferenz und verschickten die folgende Mitteilung

Andy Kistler (links), Equipenchef der Schweizer Springreiter, Nayla Stössel, Präsidentin des Longines CSIO Schweiz St. Gallen und Paul Estermann, Sieger des Longines Grand Prix 2014, bei der heutigen Pressekonferenz.

Nach den bisherigen Nationenpreisen von Belgien, Frankreich und Italien geht es für die Schweizer Equipe am Longines CSIO Schweiz in St. Gallen vom 4. bis 7. Juni 2015 so richtig los. Am offiziellen Pferdesportanlass unseres Landes treten im Rahmen des Furusiyya FEI Nations CupTM die Equipen aus Belgien, Frankreich, Grossbritannien, Deutschland, Irland, Italien und den Nieder-landen gegen die Schweiz an. 64 Reiter, davon 19 aus der Schweiz und 45 aus 11 weiteren Ländern, nehmen mit 165 Pferden an den zehn internationalen Prüfungen teil. Neu im Programm sind die Weltneuheit Paddock Golf und mit der Generation Team Trophy eine Prüfung, bei der sich der Schweizer Nachwuchs mit der Weltelite messen kann. Santi Serra Camps aus Spanien ist mit seiner unnachahmlichen Freiheitsdressur der Star des weiter ausgebauten Unterhaltungsprogramms.

Der Longines CSIO Schweiz St. Gallen ist wie der ultimative Kick-off für die Outdoor-Saison der Schweizer Springreiter. Es ist nicht nur der Auftritt vor heimischem Publi-kum. Für die Equipe geht es erstmals um Punkte für den Furusiyya FEI Nations CupTM. Einerseits um den Ligaerhalt in der höchsten europäischen Division zu sichern. Andererseits mit dem Ziel, sich für das Finale der weltumspannenden Nationenpreis-Serie zu qualifizieren. Sieben von insgesamt zehn Equipen aus Europas Top-Liga dürfen Ende September zusammen mit elf weiteren Teams aus aller Welt am Finale in Barcelona antreten. Falsterbo in Schweden, Hickstead in Grossbritannien und Dublin in Irland sind die weiteren Stationen, bei denen die Schweiz die dazu nötigen Punkte erobern möchte. Der Heim-CSIO ist auch der Kick-off für die Europameisterschaften vom August dieses Jahres in Aachen (GER). Neben Medaillen geht es um die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro.  

Hochklassige Gegner
Equipenchef Andy Kistler hat Olympia- und Weltcupsieger Steve Guerdat, Pius Schwizer, Martin Fuchs, Jane Richard Philips und Romain Duguet ins Team berufen. Der Entscheid, welche vier dieser fünf Reiter den Nationenpreis definitiv bestreiten, fällt erst am Tag zuvor. Gemeldet ist Steve Guerdat mit seinem Olympiapferd Nino des Buissonnets. Der bestklassierte Schweizer der Weltrangliste setzt sein Paradepferd sehr umsichtig und nur bei Top-Anlässen ein. Seine Anmeldung unterstreicht die hohe Bedeutung des heimischen CSIO für die Schweizer Mannschaft. Es wird denn auch eine Top-Leistung aller Teammitglieder brauchen, um ein gutes Resultat zu erzielen. Denn die Konkurrenz ist namhaft: Ludger Beerbaum, der wohl erfolgreichste Springreiter aller Zeiten, führt die deutsche Equipe an, zu der mit Christian Ahlmann und Hans-Dieter Dreher zwei weitere Reiter aus den vordersten Platzierungen der Weltrangliste angehören. Mit dem Weltranglistenneunten Kevin Staut und dem amtierenden Europameister Roger Yves-Bost geht Frankreich an den Start. Auch Irland mit dem 19-jährigen Shooting-Star Bertram Allen und Belgien mit Grégory Wathelet können mit je einem Reiter aus den Top-15 der Welt antreten. Grossbritannien hat nicht nur den Nationenpreis der Schweiz in den letzten beiden Jahren gewonnen, sondern auch zwei der bisher drei Nationenpreise dieser Saison. Aus dem siegreichen Team von Rom sind Holly Gillott und Robert Whitaker in St. Gallen dabei. Robert Whitaker gehörte zudem zur Siegerequipe des Vorjahres. Zur Überraschung wohl vieler startete Italien als Aufsteiger mit einem Sieg in Lummen in die Saison. Sie sind jederzeit für eine weitere Überraschung gut. Bleibt noch das Team aus dem Land des Weltmeisters, den Niederlanden, angeführt von Harrie Smolders. Alle teilnehmenden Nationen konnten sich schon in die Siegerliste des Nationenpreises der Schweiz eintragen. Und allen ist auch der Sieg in diesem Jahr zuzutrauen.

Chance, sich zu empfehlen
Für die 14 Schweizer Reiterinnen und Reiter, die nicht zur Equipe zählen, geht es darum, sich mit guten Leistungen in den schwierigen Prüfungen für weitere Aufga-ben zu empfehlen. Besonders gemeint sind da natürlich das Grosse Jagdspringen am Samstag und der Longines Grand Prix der Schweiz vom Sonntag. Als Vorjahres-sieger kann sich Paul Estermann mit seinem Spitzenpferd Castlefield Eclipse voll und ganz auf die Titelverteidigung bei diesem Klassiker konzentrieren. Bestimmt möchten sich auch Marie Etter Pellegrin, Niklaus Rutschi und Janika Sprunger mit Spitzenergebnissen für die Europameisterschaften aufdrängen. Letztes Jahr begeisterte die Nachwuchsreiterin Emilie Stampfli mit einem beherzten Ritt auf Rang drei beim Grossen Jagdspringen. Wer weiss, vielleicht gelingt der 20-jährigen Chantal Müller dieses Jahr ein ähnlicher Exploit. Sie ist auf jeden Fall in Form und konnte ihre Leistungssteigerung – nicht zuletzt dank eines mehrmonatigen Aufenthalts bei Ludger Beerbaum – in den letzten Wochen mehrmals unter Beweis stellen.

Innovative neue Prüfungen
In der neuen Generation Team Trophy treten am Sonntagnachmittag als Abschluss des Events zehn Schweizer Nachwuchsreiter je zusammen mit einem internationalen Reiter als Team an. Damit erhält der vielversprechende Nachwuchs eine sehr geschätzte Startgelegenheit und kann sich mit der internationalen Weltelite am bedeutendsten Outdoor-Pferdesportevent der Schweiz messen. Beste Unterhaltung verspricht die Prüfung Paddock Golf, welche den Abschluss des Programms am Samstag bildet. Die Organisatoren nutzen den Rasen als Untergrund und verbinden zwei darauf ausgetragene Sportarten zu einer komplett neuen Prüfung. Ein Reiter und ein prominenter Golfspieler bilden hier das Team. Zu der Zeit mit den addierten Punkten für Sprungfehler kommen noch Punkte pro Golfschlag hinzu. Damit die Zuschauer das Golfspiel auch bestens verfolgen können und um es den Spielern nicht zu einfach zu machen, ersetzt ein Tennisball den Golfball. Das Publikum darf sich jetzt schon auf noch nie erlebten Sport im Gründenmoos freuen.

CSIO Goodwill Trophy
Am CSIO erhalten nicht nur Spitzenreiter aus der ganzen Welt eine Startgelegen-heit. Auch ambitionierte Amateure können teilnehmen. Die CSIO Goodwill Trophy ermöglicht das einmalige Erlebnis, ins Stadion Gründenmoos einzureiten. Ein Gefühl, das sogar bei erfahrenen internationalen Reitern und erst recht bei Hobbyreitern Gänsehaut erzeugen kann. Zur CSIO Goodwill Trophy zählen zwei Prüfungen am Donnerstagvormittag und das Finale am Samstagvormittag. Damit sich die Teilnehmer so richtig wie die „Grossen“ fühlen, ist Gérard Lachat nicht nur für den Parcoursbau der internationalen Prüfungen zuständig. Zusammen mit Werner Wüthrich stellt er auch den Amateuren herausfordernde Aufgaben.

Santi Serra Camps zum ersten Mal in der Schweiz
Der Spanier Santi Serra Camps tritt mit seinen freilaufenden Pferden zum ersten Mal in der Schweiz auf. Er stammt aus einer pferdebegeisterten Familie und sein Umgang mit den edlen Tieren basiert auf gegenseitigem Respekt sowie Vertrauen. In seiner faszinierenden Freiheitsdressur mit bis zu fünf Pferden und zwei Hunden möchte er dem Publikum am Sonntag vor und nach dem Longines Grand Prix der Schweiz die Schönheit der natürlichen Bewegungen des Pferdes und die Harmonie zwischen ihm und den Tieren vorführen. Ebenfalls erstmals am Longines CSIO Schweiz St. Gallen tritt die Freiberger Showgruppe Ostschweiz auf. Bis zu 18 Reiterinnen und Reiter mit 20 Pferden präsentieren die letzte ursprüngliche Schweizer Pferderasse. In der Show des Zuchtverbandes Schweizer Sportpferde Ostschweiz sind der Hengst Comet und eine Auswahl seiner Nachzucht sowie Stuten mit ihren Fohlen zu sehen. Die imposanten Kutschengespanne von Schützengarten und Swisscom sind immer wieder zu sehen. Mit dem Sechsspänner der Swisscom sind sogar kostenlose Kutschenfahrten möglich. Dank dem Integrationspartner Suva kommt es am CSIO auch zu einer eindrücklichen Präsentation der paralympischen Disziplin Para-Equestrian für Menschen mit Behinderung.

Familienfreundliche Attraktionen
Wie gewohnt geht es für die Jüngsten bereits am Mittwoch los. Beim Notenstein Kindernachmittag erleben sie mit «Pippi im Taka-Tuka-Land» ein lustiges Musical mit Piratenschiff und der einen oder anderen Überraschung. Der Anlass ist öffentlich und alle sind herzlich willkommen. Am Samstag und Sonntag wird zudem je ein Teil des Musicals auf der Piazza-Bühne aufgeführt. Dort gibt es auch die bunte Kindermodeschau von stadtlandkind.ch zu sehen. Eine grosse Hüpfburg, Action beim Bullriding, gemütliches Ponyreiten, ein Streichelzoo, die heissbegehrten PonyCicles zum Ausprobieren und ein Kinderhort runden das Angebot für die Kleinsten ab. Die etwas Älteren können sich von den Hairprofessionals des Teams Baettig Intercoiffure stylen lassen oder in der Villiger Cigar Lounge hochwertige Tabakwaren geniessen. Auch der Abschluss einer Wette beim Schweizer Sportwettenanbieter Sporttip ist vor Ort möglich. Wer auf seinen Favoriten wettet, fiebert bei den Springprüfungen noch viel mehr mit.

Party, Pferdesportnacht und Tickets
Nach dem Nationenpreis am Freitag ist noch nicht Schluss. «Calvaro – white legend!» heisst die Party, welche zusammen mit dem Paul Club mit coolen Drinks und satten Beats bis Mitternacht für Stimmung sorgt. Ein gesellschaftlicher Höhepunkt ist die Pferdesportnacht vom Samstagabend, dieses Jahr unter dem Motto «Jump & Arte Flamenco». Isabel Florido führt durch den Abend mit mediterranen Köstlichkeiten, leidenschaftlichem Flamenco von Bettina Castaño und ihrem Team sowie einem überraschenden Auftritt von Santi Serra Camps.
Für alle Tage gibt es noch genügend Tribünentickets und Stehplätze an der Tageskasse. Für Jugendliche unter 16 Jahren ist der Eintritt kostenlos.

Weitere Infos: www.csio.ch

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