Haben Thurgauer Behörden wirklich keine Fehler gemacht?

Vertreter vom Verein Brennpunt Schweiz haben im Fall Ulrich K. 4520 Unterschriften gesammelt und der Thurgauer Regierung übergeben. Gefordert wird die Absetzung von Kantonstierarzt Paul Witzig. (Foto: zvg)

Am 17. November 2017 hat der Verein Brennpunkt Schweiz der Thurgauer Staatskanzlei eine Petition überreicht, welche die Absetzung des Thurgauer Kantonstierarztes Dr. Paul Witzig fordert. 4520 Personen haben diese Petition unterschrieben. Im Vorfeld zur Petitionsübergabe gewährte Regierungsrat Walter Schönholzer den Petitionären Carmen Bruss und Markus Holzer von Brennpunkt Schweiz ein klärendes Gespräch.?Während der einstündigen Aussprache wurde der Regierungsrat mit Grundsatzfragen konfrontiert. Dieser nutzte die Gelegenheit, um den Petitionären seine Sicht der Dinge darzulegen. In seinen Ausführungen verwies Walter Schönholzer verschiedentlich auf die falsche und teils unwahre Berichterstattung im BLICK und in anderen Medien. Es entspreche nicht der Wahrheit, dass seitens der Thurgauer Regierung oder des Veterinäramtes Fehler gemacht bzw. zugestanden wurden. Ebenso falsch sei die Berichterstattung darüber, dass die Stallungen in Hefenhofen am Tag der Evakuation mit 93 Pferden überbelegt gewesen seien. Doch trotz der Notschlachtungen vor Ort und den entgegen gängiger Praxis durch das Veterinäramt durchgeführten Tierschutzkontrollen nur noch mit Voranmeldung  hält der Regierungsrat nicht nur zu seinem Angestellten, sondern erwähnt zusätzlich, dass dieser «einen guten Job» gemacht habe. Gegen den Leiter des Thurgauer Veterinäramtes läuft momentan eine Strafuntersuchung. Gleichzeitig arbeitet eine unabhängige Untersuchungskommission die Ereignisse vor dem 7. August 2017 chronologisch auf und will dazu bis Ende Jahr erste Ergebnisse liefern. Auf die eingereichte Petition will Kantonsregierung am 28. November 2017 antwortet.
Der Thurgauer Regierung droht aber noch weiteres Ungemach. Denn offenbar waren die Eigentumsverhältnisse der beiden im Sand-Schönbühl verkauften Ponys klar, eines war sogar gechipt. Was das Veterinäramt offenbar veranlasste, den rechtmässigen Besitzern den Vorschlag zu machen, die Geschichte ohne energiefressendes juristisches Verfahren zu erledigen, indem sie für die beiden Ponys eine Eigentumsabgabe verfassen würden.

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