«Ich wollte die German Masters schon lange gewinnen!»

Der Sieg in Stuttgart mit Hannah hat Steve Guerdat auch an die Spitze des Zwischenklassementes in der Westeuropaliga des Weltcups gebracht. (Foto: zvg)

Als erster Schweizer in der Geschichte des Internationalen Reitturniers Stuttgart German Masters gewann Steve Guerdat am Sonntag in der mit 6500 Zuschauern besetzten Hanns-Martin-Schleyer-Halle den Grossen Preis von Stuttgart. Im Sattel seiner zehnjährigen Stute Hannah war er Schnellster im Stechen (0/48,19), das insgesamt 16 «Nuller» aus dem Umlauf erreicht hatten, und sicherte sich in der Qualifikationsprüfung für den Longines FEI Weltcup 2017/2018 nicht nur 20 Punkte für die Rangliste im Weltcup der Westeuropaliaga, die er jetzt mit 43 Zählern anführt, sondern auch einen Mercedes-Benz GLE 350 d 4MATIC im Gesamtwert von rund 85’000 Euro. Und damit ist für Guerdat ein grosser Wunsch in Erfüllung gegangen. Denn seinen Sieg kommentierte er mit den Worten: «Ich wollte die German Masters schon lange gewinnen!» Dem bis dahin führenden Deutschen Weishaupt mit Asathair nahm er die entscheidenden 6 Zehntelsekunden vor dem letzten Sprung ab: Guerdat vertraute auf Hannah und ritt den Oxer ohne aufzunehmen an. Fehlerfrei im Stechen blieb auch Paul Estermann und  belegte mit Lord Pepsi Rang 9.
Ohne Hindernisfehler schloss am ersten Tag des fünftägigen Turniers im Hallencross auch Evelyne Bodenmüller mit Waldmann ab. Das Paar kam auf Platz 3, schneller waren nur Sieger Michael Jung mit Corazon und die Irländerin Elizabeth Power mit Doonaveeragh O One. Der für Kolumbien reitende Vorjahressieger Nicolas Wettstein belegte mit Onzième Framoni den 6. Rang.
In der Weltcup-Kür wurde Isabel Werth mit Weihegold mit 87,757 Prozent von den Richtern auf den 1. Platz gepunktet vor Dorothee Schneider mit Sammy Davis jr. Die fast 600 über Spectator Juding mitrichtenden Zuschauer allerdings haben Schneider vor Werth gesehen. Helen Langehanenberg vervollständigte mit Damsey den einheimischen Triumph. Die beiden im Stuttgart an den Start gegangenen Anna-Mengia Aerne kam mit Raffaelo va Bene im Feld von 15 Startern auf den 11., Marcela Krinke Susmelj mit Smeyers Molberg auf den 12. Rang.

Drucken