Was Pferde können und was nicht

In Praxisblöcken erklärte Andrew McLean, was er an theoretischen Grundlagen über das Lernverhalten von Pferden vermittelt hatte. (Foto: sng)

Ausverkauft und bis auf den letzten Platz besetzt waren die in deutscher und französischer Sprache abgehaltenen Equidays im Schweizer Nationalgestüt Avenches Mitte Oktober. Zu Gast war der bekannte australische Forscher und Pferdetrainer Andrew McLean. Er zeigte in Theorie und in ausgedehnten Praxisblöcken, was Pferde können und was nicht. Mit der wissenschaftlichen Grundlage zur Lernforschung als Basis zeigte Andrew McLean anschaulich, wozu Pferde mental fähig und welche Übungen und Techniken angepasst sind. Er bot den Zuschauenden und Zuhörenden vielfältige Aha-Erlebnisse und klärte an diesen zwei Tagen in der Reithalle des Schweizer Nationalgestüts zahlreiche Fragen, die in der täglichen Arbeit mit Pferden aufkommen.Dass gerade in Australien Aufklärungsarbeit mehr als nötig ist, zeigte sich in McLeans Referat zu den Gefahren von reiterlichen Aktivitäten. Auch wenn unvorsichtiger Umgang mit Pferden gefährlich ist, die von der Schweizer Beratunsstelle für Unfallverhütung gesammelten Unfalldaten stellen den Pferdesport nicht so gefährlich dar. Erschreckend, wenn in Australien ein Viertel aller tödlichen Sportunfälle mit Pferden passieren, bei uns hingegen musste in den Jahren 2012–2016 bei 99 tödlichen Unfällen nur einer im Zusammenhang mit Pferden registriert werden. Doch auch einer ist einer zu viel. 

Unter Equiday Avenches 2017 finden Sie die Powerpoint-Präsentation von Andrew McLean, Aussagen von Teilnehmenden, ein Video mit Andrew McLean zum Umgang mit Angst bei Pferden, Fotos und viele Hintergrundinformationen.

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