Marbacher Hengstparade vor einer Pause

Die lange Geschichte von Marbach und den Arabern wird auch im Rahmen einer Ausstellung gewürdigt. (Foto: Horst König)

Am 30. September, 1. und 3. Oktober 2017 lockt das Haupt- und Landgestüt Marbach zu den traditionellen Hengstparaden auf die Schwäbische Alb. Im kommenden Jahr finden keine Hengstparaden statt. Das Haupt- und Landgestüt ist dann mit Ross und Reiter auf dem landwirtschaftlichen Hauptfest in Bad Cannstatt vom 29. September bis 7. Oktober 2018 vertreten. Ein Grund mehr, die diesjährigen Paraden zu besuchen. In diesem Jahr stehen die Paraden ganz unter dem Motto des 200-jährigen Bestehens der Weil-Marbacher Vollblutaraberzucht. Mit einem «Ritt durch die Geschichte» erleben die Besucher die Faszination der Arabischen Vollblutpferde, die durch König Wilhelm I. eine Heimat in Württemberg fanden und bis heute Weltgeltung haben. In einem dreiteiligen Schaubild wird die «merkwürdige Geschichte» des Jacob Noa Epp aus Reutlingen erzählt, dem Auswanderer, der als Sklave in den Orient verschleppt wurde und durch König Wilhelm I. frei kam, an seinem Hofe als Vorreiter und Hofkutscher diente und königliche Expeditionen in den Orient begleitete, um dort geeignete Vollblutaraber für das Privatgestüt des Königs in Scharnhausen-Weil zu finden.
In einem vierstündigen Programm erleben die Besucher neben den berühmten Weil-Marbacher Vollblutarabern, auch die wertvollen Schwarzwälder Kaltblutpferde, deren Erhalt das Gestüt sichert, in der ungarischen Post, vor dem Wagen und unter dem Sattel sowie die sportlichen Warmblutpferde in Dressuren und über luftige Höhen.
Neu gibt es zudem den «Markt der Lebensräume» mit Tieren zum Anfassen.  
Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb siegte 2017 im Bundeswettbewerb «Nachhaltige Tourismus-Destination» Deutschlands. Das von der UNESCO ausgezeichnete Gebiet ist bekannt für seine einzigartige Landschaft. Wir holen diese Lebensräume in die Hengstparade und machen diese für alle Sinne erlebbar. Eselstuten mit ihren Fohlen, gerittene Mulis, eine Schafherde, Planwagen und Holzrückepferde und flotte E-Bikes füllen die grosse Arena.



Drucken