Drei deutsche Pferde im Jockey-Club vorne

Sieger Samurai mit Dennis Schiergen im Sattel und Nimrod waren kurz vor dem GP Jockey Club vom Stall Beliar gekauft worden und kamen auf den Plätzen 1 und 2 ein. (foto: Scarlett Schär/Horseracing)

Wie die Mutter so die Tochter: Karin Suters selbstgezogene Sweet Soul Mousic gewann die Mutter Soul of Magic das St. Legr über 3000 m. Wieder sass Dennis Schiergen im Sattel.

Der vierjährige Hengst Samurai, der für den 42. GP Land Rover – Jockey Club aus Köln nach Dielsdorf gereist war, gewann heute Sonntag, 24. September 2017, auf der Parkrennbahn Zürich-Dielsdorf das mit 100‘000 Franken dotierte, wichtigste Schweizer Flachrennen für dreijährige und ältere Vollblüter. Jockey Dennis Schiergen verteidigte heute Sonntag nicht nur den Titel aus dem Vorjahr, sondern gewann auch noch zwei weitere Rennen, darunter mit Sweet Soul Music das zweitwichtigste Rennen, das St. Leger. Vier hochkarätige Gäste aus Deutschland forderten im Hauptereignis des Tages sieben Schweizer Pferde, die sich ebenfalls allesamt Chancen auf einen Heimsieg ausrechneten. Am Ende durfte der gleiche Jockey wie letztes Jahr zur Siegerehrung. Dennis Schiergen hatte mit dem von seinem Vater Peter Schiergen trainierten Favoriten Samurai alles glänzend eingeteilt, ging im Einlauf am einheimischen Clouds at Night vorbei in Front.
Sowohl Samurai wie Nimrod wurden vor dem Rennen vom Stall Beliar erworben, hinter dem der Schweizer Championtrainer Miro Weiss steht. Beide werden nun in der Schweiz bleiben – eine grosse Verstärkung für die schmale Elite der Schweizer Galopper. Der Stall Beliar verdiente mit diesem Doppelsieg brutto auf einen Schlag 63‘000 Franken.  ?Das zweitwichtigste Rennen des Tages, das 36. Schweizer St. Leger, ging an die Mitfavoritin Sweet Soul Music. Dennis Schiergen zeigte im Sattel der dreijährigen Stute gute Nerven und ein ideales Timing. Als die beiden angriffen, konnte der Favorit Cornwall Cottage nicht kontern, doch mit Puelo gab sich ein anderer Hengst noch nicht geschlagen. In einem Duell, das die Zuschauer von den Sitzen riss, kämpfte Sweet Soul Music ihren Widersacher schliesslich um einen Hals oder acht Hundertstelsekunden nieder. Somit triumphierte Karin Suter-Weber in dreifacher Hinsicht: Sie hat Sweet Soul Music aus ihrer legendären Stute Soul of Magic selbst gezüchtet, ihr gehört die nun zweifache klassische Siegerin und sie trainiert sie auch selbst.

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