17'000 Franken für ein Dressurfohlen in Sursee

Den Höchstpreis von 17'000 Franken erzielte Zaja von Buchmatt CH.

Für 16'000 Franken wurde das Springfohlen Aarhof’s Untouched CH zugeschagen.(fotos: pd)

Das höchste Gebot an der 27. LW-Sportfohlenauktion in Sursee erreichte mit 17'000 Franken das dunkelbraune Dressurfohlen Zaja von Buchmatt CH (Zonik-Danone-Wolkenstein II) aus der bewährten Dressurpferdezucht Lustenberger in Hasle. Und es kam in die guten Hände von Carla Aeberhard, die den Vollbruder seiner ausgezeichneten Mutter, Delioh von Buchmatt CH, vor Wochenfrist zum Sieg in der Superpromotion S in Avenches geritten hatte. Zaja von Buchmatt CH präsentierte sich von ihrer besten Seite, spielte ihr Gangpotenzial voll aus, ein Prachtsfohlen. Auch bei Aarhof’s Untouched CH, einem Ende Juni geborenen, fuchsfarbenen Sohn des Untouchable und der Cara mia von Aarhof CH (Chameur-Calando II) gingen die Gebote rasch hoch bis auf 16'000 Franken. Den Zuschlag erhielt Edwin Smits, der mit Cara mia von Aarhof CH bisher eine Lebensgewinnsumme von über 50'000 Franken erreicht hat. Aarhof’s Untouched CH trat zusammen mit seiner Leihmutter (Embryo-Transfer) forsch und fröhlich auf, ein verheissungvolles Fohlen aus der Leistungszucht von Martina und Willi Hartmann aus Schinznach-Dorf, das auch am nationalen Sportfohlen-Championat zu sehen war.
«Sie haben es mir heute nicht ganz so einfach gemacht», sagte Auktionator Volker Raulf zum Schluss. Tatsächlich wird diese Auktion nicht als eine der erfolgreichsten in Erinnerung bleiben. Von 35 aufgeführten Fohlen konnten zwar lediglich zwei nicht zugeschlagen werden. Bei einem erzielten Umsatz von 246'500 Franken resultierte schliesslich aber ein Durchschnittspreis von 7439 Franken, was unter den Erwartungen lag. Im Preissegment von 3500 bis 6000 Franken wurden 14 Fohlen zugeschlagen. Zu Preisen zwischen 7000 und 8500 Franken wechselten 13 Fohlen die Hand, und vier Fohlen erreichten Preise von 9000 und 9500 Franken. Über weite Teile verlief die Auktion eher harzig, nachdem bereits der Start mit den ersten drei Fohlen nicht eben geglückt war. Dabei war die Qualität insgesamt gut. 13 Fohlen hatten sich für das nationale Championat qualifiziert, und sogar das am Championat insgesamt am zweithöchsten bewertete Siegerfohlen Dressur musste für 8000 Franken zugeschlagen werden. Auch stimmte die Plattform einmal mehr, und der erfahrene und gewandte Volker Raulf zog alle Register.
OK-Präsident Victor Eng zieht dennoch eine insgesamt positive Bilanz. «Natürlich hatten wir uns mehr erhofft», räumt er ein. Aber der ursprüngliche Zweck dieser Genossenschafts-Auktion, die Vermarktungshilfe für ihre Züchter, sei erreicht worden, indem das Angebot fast vollständig habe verkauft werden können. Offensichtlich habe diesmal eine gewisse potente Käuferschaft etwas gefehlt, was insbesondere bei qualitätsvollen Dressurfohlen aufgefallen sei. «Wir werden auch diese Auktion sorgfältig analysieren.» Die Auktion grundsätzlich in Frage zu stellen, dazu sehe er aber keinen Anlass.

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