Alles nur Intrigen und kein Fall für den Tierschutz?

Beim Anblick des Pferdes Nr. 87 nach einer Woche Sand kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, ob in Hefenhofen ein Eingreifen nötig war oder nicht. Das Pferd war beschlagen, wurde also auch verwendet. (Foto: kav)

Auch wenn alle Pferde vom Hof des Hefenhofener Landwirts Ulrich K. weg und an einem sicher besseren Ort untergebracht sind, abgeschlossen ist der Fall damit noch längst nicht. In seiner aktuellen Ausgabe hat nun auch die «Weltwoche» den Fall unter dem Titel «Die Enteignung des Bauern Ueli K.» aufgegriffen und schreibt einleitend: «Hinter dem vermeintlichen Pferdequälerskandal in Hefenhofen verbergen sich Intrigen, die wenig mit Tierschutz zu tun haben. Mit der überstürzten Räumung des Kesselring-Hofs machten sich die Thurgauer Behörden zum willfährigen Vollstrecker fanatischer Aktivisten.» Im Weiteren fragt man sich, ob die Zustände tatsächlich so schlimm gewesen seien, dass eine Zwangsräumung unausweichlich geworden sei? Dass die Thurgauer Behörden versagt haben, ist allerdings nicht erst seit dem Artikel in der «Weltwoche» bekannt. Interessant ist aber die Tatsache, dass die Behörden im Rahmen einer Mediation vorgängig fast wöchentlich auf dem Hof gewesen seien, ohne dass jemals eine Tierquälerei bemerkt worden sei. Aufgrund der Bilder im «Blick» sei dann aber der 49-jährige Ulrich K. zum seelenlosen Tierquäler mutiert. Unabhängig vom Artikel in der «Weltwoche» wurde der KAVALLO dieser Tage dahingehend informiert, dass exakt vor zehn Jahren für die Thurgauer Behörde eine Expertise über den Hof in Hefenhofen erstellt worden sei. Und was schon damals angeprangert wurde, habe sich nun vollumfänglich bestätigt.

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