Rückschlag für Schweizer Equipe in Schweden

Die Holländer gewinnen den Nationenpreis in Schweden.

Im Nationenpreis in Falsterbo (Schweden) haben die Schweizer Springreiter den siebenten Platz belegt. Gewonnen wurde die sechste Prüfung in der Serie der Nationenpreise von der Equipe der Niederlande. In einer an Spannung kaum zu überbietenden Entscheidung lagen die Deutschen und Iren mit den Niederländern gleich auf (je 4 Strafpunkte). Ein Stechen musste damit über den Sieg entscheiden. In dieser Barrage blieben Jur Vrieling auf seinem belgischen Hengst Glasgow wie Markus Beerbaum mit Comanche fehlerlos. Der Deutsche war aber über eine Sekunde langsamer. All Star unter Dennis Lynch riss eine Stange, womit die Iren Platz drei belegten, hinter der Niederlande und Deutschland.

Der Schweizer Equipe lief es nicht nach Wunsch. Bereits nach der ersten Runde standen 12 Strafpunkte zu Buche. Einzig Janika Sprunger mit Aris blieb fehlerlos. Niklaus Rutschi mit Cardano beging einen Fehler, deren zwei waren es bei Paul Estermann und Lord Pepsi sowie Steve Guerdat und Ulysse des Forets. In der zweiten Runde blieb Rutschi makellos, Guerdat und Estermann mussten sich je vier Punkte notieren lassen, Sprunger sogar acht. Damit blieb nur der vorletzte Platz vor Norwegen.

Das Resultat bedeutet für die Schweizer Equipe einen zweifachen Rückschlag. Denn in Schweden wurden auch Punkte im Hinblick auf den Final der Nationenpreisserie gesammelt. So kamen in dieser Wertung bloss 50 Punkte hinzu, womit das Team von Andy Kistler jetzt im fünften Rang liegt. Allerdings beträgt der Rückstand auf Leader Italien bloss 45 Punkte, und noch stehen die Nationenpreise in Hickstead (Ende Juli) und Dublin (Mitte August) an. Nach einem vierten und zwei zweiten Plätzen hätte ein neuerlicher Exploit freiliche die Qualifikation bereits so gut wie gesichert und damit die Planung im Hinblick auf die EM Ende August in Göteborg erleichtert. Die Teamstützen hätten sich nach dem CHIO Aachen von kommender Woche auf den Titelkampf konzentrieren können. Nun aber ist in der Nationenpreisserie noch keine Entspannung angesagt.

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