Trächtigkeit mit tiefgefrorenem Pferdeembryo

Pascal Bucher, Julia Weiss, Simone Weiss und Françoise Hess-Dudan nach erfolgreicher Übertragung des ersten von Julia Weiss tiefgefrorenen Embryos in der Schweiz. (foto: zvg)

Erstmals wurde in der Schweiz ein Trächtigkeitserfolg mit einem tiefgefrorenen und wieder aufgetauten Pferdeembryo bekannt gemacht. Gemeldet wurde das Gelingen von der vor Jahresfrist gegründeten Interessengemeinschaft Swiss Equine Embryo SEE. Gründer sind die im Bereich Embryo-Transfer spezialisierten Zentralschweizer Tierärzte Simone Weiss, Julia Weiss, Françoise Hess-Dudan, Pascal Bucher und Fabian Huwyler. Spenderin des Embryo ist die bekannte CH-Stute Targa Athletic CH, Gewinnerin der CH-Jungpferdeprüfung am CHI Genf und Siegerin im Goodwill Trophy Final am CSIO St. Gallen. Besitzer, Reiter und Tierarzt dieser Stute ist Pascal Bucher. Die erfolgreiche und reproduzierbare Methode für das Schockgefrieren und Auftauen von Embryonen wurde von der Schweizer Tierärztin und Embryologin Julia Weiss entwickelt. Sie hatte sich als Embryologin in Spanien, Argentinien und Deutschland weitergebildet. Bereits sind in  Deutschland Fohlen aus Embryonen geboren, die nach ihrer Methode schockgefroren, später aufgetaut und übertragen worden waren. In Neuseeland sind einige Stuten nach dieser Methode tragend.
Schockgefrorene Embryonen können auf unbestimmte Zeit aufbewahrt werden und sind damit jederzeit zum Auftauen für eine geplante Embryoübertragung verfügbar. Damit entfällt die bisher unabdingbare Synchronisation der Zyklen von Spender- und Empfängerstuten, was die Prozedur des Embryo-Transfers vereinfacht und damit kostengünstiger gestaltet.

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