Der 90. Nationenpreis als Herausforderung

OK-Präsidentin Nayla Stössel mit Romain Duguet (links) und dem jungen Bryan Balsiger, der sich noch keine 20 Jahre alt riesig auf einen Start im Gründenmoss freut. (Foto: kav)

Zum 90. Mal wird in der Schweiz ein Nationenpreis für die Springreiter ausgetragen. Und den will Equipenchef Andy Kistler auch gewinnen und schickt am 2. Juni am CSIO St. Gallen die stärksten Paare in den Parcours. Das heute Dienstag an der Medienkonferenz vorgestellte Team soll von Romain Duguet, Paul Estermann, Martin Fuchs und Steve Guerdat gebildet werden, Christina Liebherr ist vorläufig als Ersatzreiterin nominiert. Fällig wäre wieder einmal ein Sieg am Heim-CSIO, 17 Jahre sind vergangen, als in Luzern zum letzten Mal die Schweizer Hymne ertönte, in St. Gallen war dies 1996 der Fall gewesen. Auch wenn die weiteren sieben Nationen längst nicht ausnahmslos ihre Spitzenpaare gemeldet haben, der Sieg ist noch nicht im Sack, denn zu zahlreich sind heute Klassenpaare im Sport, die allemal für Blankoresultate sorgen können. Für die zehn internationalen Prüfungen mit einem Preisgeld von über 700‘000 Franken sind 63 Reiterinnen und Reiter aus 13 Ländern mit über 150 Pferden gemeldet. Mit 20 Teilnehmern stellt die Schweiz die grösste Delegation. Zum fast kompletten Elite-Kader gesellen sich auch die Nachwuchshoffnung Bryan Balsiger sowie die Rückkehrer Walter Gabathuler und Beat Mändli. Mit dem Slogan «St. Galler Spitze» wird nach den Worten von OK-Präsidentin Nayla Stössel nicht nur die Herkunft zum Ausdruck gebracht – St. Galler Spitzen zieren auch die Siegerdecken –, Spitze soll eben auch der Anlass sein mit hochstehendem Sport und einem abwechslungsreichen Erlebnispark, der mehr Nähe zu den Besuchern schaffen und die Integration fördern soll.

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