Ratgeber: 6/19

Was deckt meine Versicherung?

Wer richtig versichert ist, kann sich bei Unfällen eine schnelle Rettung sichern und vor unliebsamen Kosten schützen. Foto: zvg

400 000 Sportunfälle ereignen sich jedes Jahr in der Schweiz (Stand 2018). Mit der richtigen Versicherungsdeckung lassen sich zwar nicht die Schmerzen lindern, wenigstens aber die finanziellen Folgen.
Verletzungen bei sportlichen Aktivitäten  stellen ein bedeutendes Public-Health-Problem dar. Einerseits verursachen sie grosses menschliches Leid, andererseits hohe Kosten im Gesundheitssystem. Alle Unfälle lassen sich nicht vermeiden, gerade beim Pferdesport sind äussere Einflüsse nicht selten der Auslöser. Wichtig ist es, das mitreitende Risiko zu berücksichtigen und eine passende Versicherung abzuschliessen. Comparis (www.comparis.ch) hat eine Übersicht über die Versicherungen zusammengestellt. 

Unfallversicherung bei Sportunfällen
Wer sich selbst bei einem Sportunfall verletzt, bekommt die Schäden von der obligatorischen Unfallversicherung ersetzt. Diese zahlt die Heilungskosten bei Spitalaufenthalten genauso wie in der Reha.

Unfallversicherung über meinen Arbeitgeber?
Wer pro Woche mindestens acht Stunden in einem Angestelltenverhältnis arbeitet, ist durch seinen Arbeitgeber auch bei Unfällen in der Freizeit versichert. Ist das der Fall, braucht man keine Unfalldeckung bei der obligatorischen Krankenversicherung (Grundversicherung). Diese obligatorische Unfallversicherung kommt für die Heilungskosten auf.

Schwarze Liste der Unfallversicherung?
Ein «Wagnis» geht nicht nur der Ex­tremsportler ein, der sich beispielsweise mit einem Wingsuit eine Bergschlucht hinabstürzt. Im Falle eines Unfalls können die Leistungen der Unfallversicherung unter anderem auch bei Sportarten wie Boxwettkämpfen, Motocross-Rennen, Downhill-Rennen mit dem Mountainbike, Tauchen bei einer Tiefe von mehr als 40 Metern, Base-Jumping, Gleitschirm- und Hängegleiterfliegen und Ski-Geschwindigkeitsrekordfahren halbiert werden. Wichtig: Diese Aufstellung ist nicht abschliessend und beinhaltet lediglich einige gängige Beispiele (Stand 2019).
Auch weitere Sportler riskieren eine Leistungskürzung, wenn sie die üblichen Sicherheitsvorkehrungen in «schwerwiegender Weise» missachten. Das Gleiche gilt auch für Aktivitäten, bei denen grosse Risiken nicht auf ein vernünftiges Mass reduziert werden können. Unser Tipp:  Kontakt aufnehmen mit der Unfallversicherung und den Deckungsrahmen erklären lassen. 

Was zahlt Privathaftpflicht?
Die Privathaftpflicht springt ein, wenn ein Sportler jemanden verletzt oder Eigentum beschädigt. Die Heilungskosten oder ein möglicher Erwerbsausfall des Opfers können einen oft teuer zu stehen kommen. Im schlimmsten Fall können die Kosten den Unfallverursacher zeitlebens in den Ruin treiben.

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