Von: Dr. Peter Kunz und Stefan Probst

Praxis: 4/17

Fütterung | Salz nicht vergessen

Salzlecksteine sollen in sauberem Zustand....

.... und etwas feucht sein.

Ein Esslöffel oder 25g Salz pro Tag ist der Erhaltebedarf eines 600kg schweren Pferdes.

Die pflanzlichen Nahrungsmittel enthalten mit wenigen Ausnahmen nur wenig Salz. Damit Pferde gesund bleiben und die angestrebte Leistung erbringen können, ist es notwendig, ihnen regelmässig Salz zur Verfügung zu stellen.

In der alten Stallmeister-Weisheit, gefüttert wird mit dem Auge, steckt viel Wahrheit. Doch wer nicht über das erfahrene Auge verfügt, füllt den Futtertrog des Pferdes am besten nach den Ratschlägen ausgewiesener Ernährungsexperten. Ganz besonders wichtig ist die Zufütterung von Salz, weil die Natriumchlorid-Versorgung über die Einzel- und Mischfuttermittel zumeist nicht ausreichend abgedeckt ist. Die Ergänzung erfolgt durch Viehsalz, das entweder lose oder als Leckstein angeboten wird. In der Regel ist Viehsalz zudem mit Jod angereichert, um gleichzeitig die Versorgung der Tiere auch damit sicherzustellen.

Es ist empfehlenswert, die Natriumzufuhr für jede Futterration zu berechnen, um den Bedarf zu sichern. So kann erreicht werden, dass das Tier optimal mit dem lebensnotwendigen Element Natrium versorgt wird. Bei Pferden ist der Bedarf an Natrium sehr stark abhängig von der Beanspruchung des Tieres, da mit dem Schweiss Natrium ausgeschieden wird. Um nur den Erhaltungsbedarf zu decken, muss bei der Fütterung 20 bis 30g Viehsalz zugefüttert werden. Verrichten Pferde leichte Arbeit (z.B. Reitpferde, eine bis zwei Stunden reiten pro Tag), so verdoppelt sich der Bedarf. 

Lecksteine sauber halten
Das nötige Salz kann über einen Leckstein oder lose als Viehsalz zugefüttert werden. Kleinere Mengen können gut über den Leckstein abgedeckt werden. Der Leckstein muss für das Pferd jedoch attraktiv bleiben, das heisst sauber und etwas feucht sein. Grössere Mengen lassen sich jedoch besser von Hand verabreichen. Saugfohlen und Jungpferden sollte das Natrium nicht über Lecksteine verabreicht werden. Sie nehmen oft zu viel auf, was zu erhöhter Wasseraufnahme, verstärktem Harnfluss, Durchfall und zu nervösen Störungen führen kann.

Ein Salzmarkt – ein Unternehmen – drei Standorte

Die Schweizer Salinen AG stellen die inländische Versorgung für Mensch, Tier, Industrie und Gewerbe mit allen Salzarten durch Eigenproduktion, Lagerung und Handel bis in die entlegensten Gebiete der Schweiz zuverlässig sicher. Das Angebot wird abgerundet durch ein vielfältiges Speisesalzsortiment aus aller Welt sowie den exklusiven Saline de Bex Bien-Être Wellnessprodukten. Die Schweizer Salinen beschäftigen an ihren Standorten Riburg, Schweizerhalle sowie Bex 200 Mitarbeitende und produzieren bis zu 600'000 Tonnen Salz pro Jahr.

Lecksteine können im Shop gekauft werden. Online sind sie zurzeit noch nicht erhältlich. Man kann diese aber via E-Mail bestellen und im Laden abholen. Für grössere Mengen bedarf es der Vorbestellung, weil im Laden nur kleine Mengen in den Gestellen vorrätig liegen. Info: www.salz.ch

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