Editorial: 6/15

Neben Pferden bleibt man jung

Was dem ZKV vor 50 Jahren vom «Schweizer Kavallerist» zum 100-jährigen Bestehen gewünscht wurde, ruft der Kavallo gerne in Erinnerung: «Jetzt ist es so weit, dass wir dem Hundertjährigen ein schönes Jubiläumsfest und eine glückliche Zukunft wünschen und ihm vor allem auch danken.» Die glückliche Zukunft wurde allerdings kurz darauf getrübt, als 1972 die Abschaffung der Kavallerie erfolgte. Umso aufrichtiger fällt unser Dank aus, hat doch auch der ZKV in den folgenden Jahren wesentlich mitgeholfen, die bis dahin vom Militär getragene Ausbildung von Mensch und Pferd auf die neuen zivilen Bedürfnisse auszurichten.

Der Kavallo feiert nicht nur das Jubiläum gerne mit, er wird den ZKV wie in den vergangenen Jahrzehnten in seinen Bestrebungen ebenso kräftig unterstützen. Ging es damals um die «ausserdienstliche Tätigkeit und Ausbildung der Kavalleristen», versichern wir der ZKV-Präsidentin Eva Gygax Künzli unseren Support. Mit ihr und dem ZKV wollen wir uns dafür engagieren, dass das an den Rand gedrängte Pferd weiterhin einen festen Platz in unserer Gesellschaft hat und die Vielfalt der Zusammenarbeit mit dem Pferd im hippischen Einklang zum Tragen kommt. 

Der Verlauf der Geschichte kann uns zuversichtlich stimmen.  Dank seinem Wesen und seinen vielseitigen Begabungen hat das Pferd über Jahrtausende seinen Platz an der Seite des Menschen zu behaupten gewusst. Froh darüber sind wir, dass es nicht mehr das Grauen eines Krieges erleben muss. Ein guter Kamerad war es zweifellos auch in jenen Zeiten gewesen. Doch wie viel schöner ist es, mit und neben ihm die schönen Seiten des Lebens erleben zu dürfen! Den Auftrag, sich um die Sache des Pferdes zu kümmern, hat der ZKV in der Vergangenheit erfüllt und wird ihm auch in Zukunft nachkommen.

Thomas Frei
Chefredaktor

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