Von: Thomas Frei

Brennpunkt: 1-2/18

Es ist und bleibt der Kopf

Wie aber will man als erstes den Kopf beurteilen bei so viel Schopf- und Mähnenhaar? Foto: Jacqueline Stalder

Natürlich auf den Kopf richtet sich der Blick zuerst, wenn man einem Pferd oder Pony zum ersten Mal gegenübersteht. Bei zwei von drei Lesern ist das der Fall.

Höchst interessant ist es für Pferdeleute allemal, wenn sie zum ersten Mal einem Pferd oder einem Pony gegenüberstehen. Doch wohin richtet sich der Blick bei der ersten Begegnung zuerst? Ist es die Gesamterscheinung oder der Rumpf, unterzieht man Beine oder Hufe einer ersten Inspektion? Für die absolute Mehrheit unserer Leserinnen und Leser wird als erstes der Kopf angeschaut. Dies jedenfalls hat die Auswertung unserer Monatsumfrage in Ausgabe 12 als Resultat hervorgebracht. Fast 70 Prozent der Antworten gaben den Kopf an, der Rest hatte sich vor allem für die Gesamterscheinung ausgedrückt. Die Beine wurden von einem Leser genannt, der Rumpf hingegen nicht ein einziges Mal.
Auch wenn auf dem Kopf nicht geritten wird, wie eine alte Pferdeweisheit mahnt, eine wichtige Rolle spielt er halt doch. Und wen freut es nicht, wenn sich ihm beim Betreten des Stalls ein freudiger und erwartungsvoller Kopf zuwendet? Für die Beurteilung eines Pferdes braucht es ohnehin eine gewisse Zeit. Als Zeitmassstab wurde einst die Dauer einer Zigarettenlänge angegeben. Mit der Begründung: Diese Zeit sei mindestens nötig, um nicht zu einer Fehlbeurteilung zu kommen. Rauchen muss man ja nicht, sich Zeit nehmen aber schon.

Zahl der Kontingente senken?
Enttäuscht hat sich der Freibergerverband über den Bericht des Bundesrates über die Situation in der Freibergerzucht gezeigt. Weil in der umfassenden Antwort keine innovativen Massnahmen zur Förderung der Zucht zu finden seien, fordert der Vorstand eine Reduktion der Importkontingente um 500 Stück. 3822 sind es aktuell, die, wie auch dieses Jahr wieder zu sehen war, längstens nicht ausreichen, um der Nachfrage genügen zu können – Mitte Oktober liessen sich Equiden nur noch zum vollen Zollansatz von 3844 Franken importieren. Was ist nun Ihre Meinung dazu? Hilft es der Schweizer Pferdezucht, wenn weniger Pferde und Ponys importiert werden können?

Frage des Monats 1-2/18

Zum Schutz der einheimischen Zucht wünscht sich der Freibergerverband eine Herabsetzung der Kontingente. Liegt die Zahl der jährlichen Importkontingente mit aktuell 3822

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