Von: Thomas Frei

Brennpunkt: 5/17

Jeder Sparte ihre Meisterschaft

Jede Disziplin soll seine eigene Schweizermeisterschaft haben, ist das Resultat der KAVALLO-Umfrage. Mit steigenden präsidialen Einsätzen wie hier im Bild, wo Charles Trolliet die Voltige-Junioreneuropameister aus Montmirail ehrt.

Mit seinem Beschluss, künftig auch eine L-Schweizer­meister­schaft Fahren auszutragen, liegt der SVPS-Vorstand richtig. Das Resultat der KAVALLO-Umfrage verlangt für jede Disziplin ein eigenes Championat.

Diversität im Pferdesport wird gross geschrieben. Demzufolge ist das Resultat der letzten KAVALLO-Umfrage leicht nachvollziehbar. Gefragt worden war, ob der Schweizerische Verband für Pferdesport SVPS besorgt sein soll, künftig für alle Disziplinen eine Schweizermeisterschaft durchzuführen. Die Meinung unserer Leserinnen und Leser zu dieser Frage ist eindeutig: Gut 70 Prozent der eingegangenen Antworten sprechen sich dafür aus, dass für alle in der Schweiz zur Austragung kommenden Disziplinen eine eigene Schweizermeisterschaft organisiert werden sollte.

Im Sinn des SVPS
Abgeneigt wird der SVPS dieser Forderung gegenüber nicht sein, wie der erst kürzlich gefällte Vorstandsentscheid zeigt. Auf Antrag der Regionalverbände werden die Schweizermeisterschaften Fahren ab diesem Jahr nicht nur für die höchste Klasse offen sein, ein nationales Championat mit Medaillen und Ehrungen gibt es nun auch für die L-Fahrerinnen und Fahrer. Der Entscheid ist leicht nachvollziehbar, entspricht er doch exakt dem Leitbild, das festhält: «Der Schweizerische Verband für Pferdesport (SVPS) ist der nationale Dachverband der Pferdesportler sowie von Züchtern, Berufsleuten und anderen am Pferdewesen interessierten Personen, die sich für Pferdesport, -zucht, -haltung und -ausbildung einsetzen und interessieren. Er versteht sich als Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für das gesamte Pferdewesen.»

Wettkampf spornt an
Wie wertvoll die Förderung des wettkampfmässigen Pferdesports sein kann, hatte der Schweizer Bundesrat schon Ende des 19. Jahrhunderts erkannt, als er für die Kavalleristen das ausserdienstliche Reiten zur Pflicht machte. Denn nur damit könnten Pferd und Reiter in kriegstüchtiger Kondition gehalten werden, begründete er den Entscheid. In den Krieg müssen die Pferde glücklicherweise nicht mehr, viele von ihnen aber weiterhin in den Wettkampf. Und das hat seine guten Seiten: Wer in Prüfungen mitmacht, will sich vorne und nicht hinten sehen und sorgt für sich wie für sein Pferd für die nötige Aus- und Weiterbildung. Der Qualität des Pferdesports kann das nur nützlich sein, zumal für alle unter der Aufsicht des Dachverbandes stehenden Aktivitäten gilt: «Der SVPS engagiert sich für sauberen Pferdesport und dessen positives Image in der Öffentlichkeit.» 

Frage des Monats 05/17

Bei der Wahl des Pensionsstalles steht für mich im Vordergrund

- Infrastruktur
- Haltungsform
- Preis

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